25 Oktober 2005

Biogas im Verkehrsbereich hat auch in Österreich ein enormes Potenzial

Österreich verfügt über ein erhebliches Potenzial zur Biogasnutzung im Verkehrsbereich, so das Ergebnis einer Studie des Wiener Umweltbundesamts. Es liegt deutlich über dem für andere biogene Kraftstoffe wie Bioethanol und Biodiesel. 27 Prozent der benötigten Kraftstoffe könnten ersetzt und pro Fahrzeug bis zu 75 Prozent an klimaschädlichen Treibhausgasemissionen eingespart werden. Vorteile bestehen darüber hinaus auch bei der Verminderung von gesundheitsschädlichen Luftschadstoffen wie Stickoxiden und Partikeln.

Dieses Potenzial kann aus Sicht der Verfasser jedoch nur ausgeschöpft werden, wenn es gelingt, eine entsprechende Tankstelleninfrastruktur aufzubauen und die notwenige Verfügbarkeit von Erdgasfahrzeugen zu gewährleisten. Zugleich sind politische Rahmenbedingungen zur Förderung des Biogaseinsatzes erforderlich, darunter attraktive Einspeisebedingungen in das Erdgasnetz sowie eine langfristig wirksame steuerliche Begünstigung von Biogas gegenüber herkömmlichen Kraftstoffen.

Deutschland hat die Voraussetzungen für die Biogasnutzung im Verkehrsbereich bereits geschaffen:

  • Mit der Mineralölsteuerbegünstigung von Erdgas als Kraftstoff im Rahmen der ökologischen Steuerreform bis 2020 wird eine langfristige Investitionssicherheit gewährleistet.

  • Die Einspeisung von Biogas in das bestehende Erdgasnetz ist durch das neue Energiewirtschaftsgesetz sowie die Gasnetzzugangs-Verordnung privilegiert möglich.
  • Das Tankstellennetz wird auf Initiative der Gaswirtschaft zügig ausgebaut: Über 615 Tankstellen sind es gegenwärtig, bis 2007 sollen es rund 1000 sein. Auch eine breiter werdende Palette an serienmäßigen Erdgasfahrzeugen, die problemlos mit Biogas fahren können, steht zur Verfügung.

Weitere Informationen:
- Pressemitteilung des Österreichischen Umweltbundesamts vom 28.09.2005: “Biogas – Treibstoff der Zukunft
- Studie des Österreichischen Umweltbundesamts: “Biogas im Verkehrssektor – Technische Möglichkeiten, Potential und Klimarelevanz“, Wien 2005 (externes PDF-Dokument)

Source: www.erneuerbare-energien.de vom 2005-10-25.

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