11 November 2008

Bioethanolwirtschaft lehnt Kürzungen bei Biokraftstoffen ab

"Bioethanol aus Getreide und Zuckerrüben ist ein für den Klimaschutz unverzichtbarer Biokraftstoff."

Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDB) kritisiert die gegen Biokraftstoffe aus Ackerfrüchten und Getreide gerichteten Änderungsanträge im Europäischen Parlament. “Die gegen Biokraftstoffe aus Ackerfrüchten wie Getreide und Zuckerrüben gerichteten Änderungsanträge in dem EP-Bericht lehnen wir strikt ab” erklärte der Vorsitzende des BDB, Norbert Schindle, auf dem parlamentarischen Abend des Vereins.

In dem Bericht des Industrieausschusses werde neben anderen Restriktionen gefordert, im Ergebnis die Nutzung von zur Nahrungsmittelerzeugung geeignetem Ackerland für Biokraftstoffe zu verbieten. In der Diskussion vor allem mit den EP-Abgeordneten Werner Langen, Karl- Heinz Florenz, Christa Klass und Anja Weisgerber bestand Einvernehmen, dass dieser und andere gegen Biokraftstoffe aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen gerichtete Änderungsanträge nicht umgesetzt werden dürfen. Der BDB-Vorsitzende Schindler betonte: “Bioethanol aus Getreide und Zuckerrüben ist ein für den Klimaschutz unverzichtbarer Biokraftstoff.”

Der stellvertretende BDB-Vorsitzende Professor Markwart Kunz lehnte die von dem EP-Berichterstatter Turmes vorgeschlagene Revision des Mindestanteils von zehn Prozent Biokraftstoffen ab. “Auf einer so unsicheren Basis kann niemand in die Produktion effizienter EU-Biokraftstoffe mit garantiert hohem Umweltstandard und auch in keine anderen erneuerbaren Energieträger investieren”, stellte Kunz klar.

Bundesregierung will nachhaltige Biokraftstoffproduktion
Der Vorsitzende des DBV-Fachausschusses Nachwachsende Rohstoffe, Rainer Tietböhl, forderte gemeinsam mit Schindler und Kunz, dass der weitere Ausbau der Bioenergie konsequent und mit Augenmaß erfolgen müsse. Der Mindestanteil für Biokraftstoffe müsse endgültig festgelegt werden. Wenn die Biokraftstoffwirtschaft nicht investieren könne, würde die Landwirtschaft einen wichtigen und fairen Marktpartner verlieren. Als inakzeptabel wurde kritisiert, dass die EU-Umweltstandards nicht für Biokraftstoffimporte gelten sollen. Für importierte Biokraftstoffe wurden zumindest der EU-Regelung Cross Compliance gleichwertige Umweltauflagen gefordert.

Source: agrarheute.com, 2008-11-10.

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