31 März 2005

Bioethanol in Diesel kann Feinstaubbelastung reduzieren

Die europäische Vereinigung EUROSOLAR e.V. weist in einer aktuellen Erklärung darauf hin, dass durch die Beimischung von Bioethanol zu herkömmlichem Dieseltreibstoff die Partikelemissionen (Feinstaub) um bis zu 46% reduziert werden können. Da Bioethanol von der Mineralölsteuer befreit ist, kann der Kraftstoff durch die Beimischung von Bioethanol auch preiswerter werden. EUROSOLAR empfiehlt Städten und Kommunen vor dem aktuellen Hintergrund der Diskussionen und Klagen um die Feinstaubbelastung, diese Option mit dreifachem Nutzen wahrzunehmen: Reduzierung der Feinstaubbelastung, Senkung der Kraftstoffkosten, Förderung Regenerativer Energie.

Hermann Scheer MdB, Präsident von EUROSOLAR: “Vor dem aktuellen Hintergrund der drohenden Klagen, die aufgrund des mehrmaligen Überschreitens der Grenzwerte von Partikelemissionen von besorgten Bürgern und Umweltverbänden gegen einige Städte angestrengt werden, ist es unverständlich, warum in den kurz- und mittelfristigen Maßnahmenkatalogen von Städten und Gemeinden nicht die Beimischung von Bioethanol zum Dieseltreibstoff aufgegriffen wird.”

Ethanol-Diesel-Mischungen werden weltweit in mehreren Ländern (z.B. Brasilien, USA, Kanada, Australien und Indien) eingesetzt resp. getestet. Wegen der Absenkung des Flammpunktes sind aber höhere Sicherheitsvorkehrungen (wie z.B. die Modifikation des Kraftstofftankes) notwendig.”

Emissionsminderungen durch Bio-Ethanol-Beimischung zum Dieselkraftstoff

  • Partikelemissionen: bis -46%
  • Russemissionen: -11% bis -70%
  • Kohlenmonoxid (CO): bis -28%
  • Stickoxide (NOx): -2% bis -6%

Source: Boxer- Infodienst: Regenerative Energie und sonnenseite vom 2005-03-31.

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