21 Dezember 2005

Bioenergiepark Nordwaldeck: Infraserv Höchst wird Partner der Stadt Bad Arolsen

Flächennutzungskonzept sieht verschiedene Anlagen zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe vor

Auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne in Bad Arolsen soll der Bioenergiepark Nordwaldeck entstehen. Hinter dem Begriff “Bioenergiepark” verbirgt sich ein ganzheitliches Flächennutzungskonzept, das verschiedene Anlagen zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe vorsieht.

In Frage kommen ein Biomassekraftwerk sowie Produktionsanlagen für Bioethanol, Biodiesel oder Biogas. Die Bad Arolser Kommunalbetriebe GmbH und Infraserv Höchst beabsichtigen, das Projekt gemeinsam zu entwickeln. Ein Letter of Intent, der Grundzüge einer möglichen Zusammenarbeit definiert, wurde in der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet.

Im Süden der nordhessischen Kommune befinden sich das 29 ha große ehemalige Kasernengelände sowie ein 330 ha umfassender Truppenübungsplatz. Bis November letzten Jahres wurde das Areal von der Bundeswehr genutzt. Nun bietet sich die Fläche für eine gewerbliche Nutzung an.

Nach einem EU-weiten Ausschreibungsverfahren, an dem sich 17 Interessenten beteiligt haben, hat sich die Stadt Bad Arolsen für Infraserv Höchst als Partner entschieden.

Nach der Zustimmung durch die Stadtverordnetenversammlung wird nun eine Machbarkeitsstudie erstellt, um die Wirtschaftlichkeit des Bioenergieparks zu prüfen. Falls das Ergebnis positiv ausfällt, kann in der ersten Hälfte des nächsten Jahres ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, das in den folgenden Monaten die Planungsgrundlagen für den Bioenergiepark schaffen soll. 2007 können dann erste Anlagen entstehen.

Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem die Bad Arolser Kommunalbetriebe die Mehrheit der Anteile halten werden, soll das Kasernengelände inklusive des ehemaligen Truppenübungsplatzes aus dem Besitz des Bundes erwerben und dort ein Biomassekraftwerk errichten und betreiben – vorgesehen ist eine Anlage mit bis zu 20 MW elektrischer Leistung.

Das Gemeinschaftsunternehmen wird zudem für den Betrieb der Infrastruktur verantwortlich zeichnen und Flächen sowie Gebäude an interessierte Unternehmen vermieten und Erbpacht in Aussicht stellen.

Source: CHEMIE TECHNIK vom 2005-12-21.

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