8 Juli 2014

Bioenergie-Regionen: Netzwerke fördern regionale Wertschöpfung

FNR veröffentlicht Ergebnisse der Begleitforschung

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Schriftenreihe “Nachwachsende Rohstoffe”, Band 33 (FNR 2014)

Seit 2009 fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft regionale Akteursnetzwerke und Strukturen, um die Erzeugung und Nutzung von Bioenergie vor Ort voranzubringen. Das nova-Institut und SPRINT begleiten diese Bioenergie-Regionen sozialwissenschaftlich. Die Ergebnisse aus der ersten Förderphase liegen nun in der Schriftenreihe „Nachwachsende Rohstoffe“ der FNR in elektronischer Form vor. Untersucht wurden die Bereiche „regionale Wertschöpfung“, „Konflikte und Akzeptanz“, „Wissenstransfer und -management“, „Netzwerke“ und „Verstetigung“.

Im Zentrum der Untersuchungen standen die regionalen Netzwerke und deren Veränderung. Mit Hilfe einer quantitativen Netzwerkanalyse und des Sozialkapitalansatzes wurde eine Netzwerktypologie entwickelt, die Prognosen für die Entwicklung regionaler Netzwerke erlaubt.

Entscheidend sind die sich aus der Vernetzung der Akteure, dem Transfer von Wissen und akzeptanzschaffenden Maßnahmen ergebenden Wirkungen auf regionale Wertschöpfung und Klimaschutz. Dass sich diese weichen Faktoren auf konkret messbare, harte Effekte auswirken, konnte anhand der Wirkungskette von Aktivitäten der Bioenergie-Regionen dargestellt werden.

Von besonderer Bedeutung für die Bioenergie-Regionen ist das ergänzende Zusammenwirken des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und des regionalen Netzwerkansatzes. Während motivierende Rahmenbedingungen die erforderliche ökonomische Grundlage bieten, lenken die Aktivitäten der Netzwerke die konkreten Maßnahmen in eine für die Region und die Gesellschaft sinnvolle Richtung.

Insgesamt macht die Begleitforschung des Modellvorhabens Bioenergie-Regionen deutlich, dass der gewählte Förderansatz mit den zentralen Elementen Wettbewerb, regionale Perspektive und Netzwerke gut geeignet ist, um einen an die spezifischen regionalen Bedingungen angepassten und vor Ort akzeptierten Ausbau der Bioenergienutzung zu befördern. Sein Potenzial kommt aus Sicht der Begleitforschung vor allem dann zur vollen Entfaltung, wenn neben der Bioenergie auch alle anderen erneuerbaren Energien integriert werden. Daraus ergibt sich die Empfehlung für deutschlandweite Modellregionen mit innovativen Lösungsansätzen zu zentralen Herausforderungen der Energiewende in den Bereichen gesellschaftliche Akzeptanz und Teilhabe, Ausbau der Netze, Energieeffizienz und –speicherung, Stadt-Land-Kooperation und Mobilität.

Der Bericht der Begleitforschung steht als Webdokument zum Download zur Verfügung unter mediathek.fnr.de.

Kontakt
Dirk Schubert
nova-Institut
E-Mail: Dirk.Schubert@nova-Institut.de
Tel: 0228 / 538 8438

Dr. Sebastian Elbe
SPRINT
E-Mail: elbe@sprintconsult.de
Tel: 06151 / 66 77 801

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V., Pressemitteilung, 2014-07-07.

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