17 Mai 2004

Bioenergie ist dabei, Schwedens größte Energiequelle zu werden

Schon über Jahrzehnte wird über das Potenzial von Bioenergie gesprochen. In Schweden sind aber den Worten auch Taten gefolgt. Heute werden rund 21 Prozent des Energiebedarfs des Land – Transport schon eingeschlossen – mit Bioenergie gedeckt. Wie die Schweden das erreichten, wird die “World Bioenergy” vom 2. bis 4. Juni 2004 auf dem Gelände der Elmia in Jönköping/Südschweden, zeigen.

Bio-Brennstoffe kamen “politisch in Mode” während der Ölkrise in den siebziger Jahren. Aber als die Öl-Barrels wieder verfügbar waren, verschwand das Thema Bioenergie wieder von der politischen Tagesordnung – nur nicht in Finnland und Schweden. Diese beiden Länder haben das gleiche kalte Klima, reichlich Waldflächen und einen leistungsfähigen Forstsektor – ein echter Ansporn, Wege zur kommerziellen Nutzung des Energiepotentials zu suchen, das in Ernteabfällen und Beiprodukten der Holzindustrie zur Verfügung stand.

Heute sind die Themen “Klimawandel und CO2-Minderung” ganz oben auf der politischen Agenda – und die Substitution fossiler Brennstoffe durch nachwachsende Energien wird als realistische Alternative gesehen.

Schnelles Wachstum
Sowohl Schweden als auch Finnland haben lange Erfahrungen mit der Bioenergienutzung in kleinem und großem Maßstab. Ganze Städte versorgen ihre Einwohner in den langen Wintern durch Fernwärmenetze, die ihre Energie aus Biomasse gewinnen. Sogar in Bereich der Privathäuser wird Bioenergie immer populärer. In den letzten zwölf Monaten nahm die Zahl der Pelletheizungen in Einfamilienhäuser um 26% zu. Insgesamt wurden 1,1 Millionen Tonnen Holzpellets im privaten und gewerblichen Bereich eingesetzt.

Aber haben diese Technologien eine reelle Chance unter kommerziellen Aspekten? Das ist die Schlüsselfrage der Energie- und Forstwirtschaft weltweit. Um eine vollständige Antwort zu geben, ist die “World Bioenergy 2004″ in drei Bereiche aufgegliedert.

“Zur Konferenz gehören auch eine Fachmesse und ein Besichtigungsprogramm, das zu interessanten Anlagen in ganz Südschweden führt”, erklärt Torbjörn Johnsen, Geschäftsbereichsleiter von Elmia AB und damit Mitveranstalter dieses Ereignisses.

Einzigartiges Spektrum
Zweifellos sind die Besichtigungs-Touren von hohem Interesse. Die Teilnehmer bekommen alles zu sehen – von der Holzernte im Wald über große kombinierte Wärme-Kraft-Anlagen, die mit Bioenergie betrieben werden bis hin zu kleinen Bioenergie-Anlagen.

“Eine Besonderheit ist es, dass wir in Schweden das ganze Spektrum kommerzieller Bioenergie-Nutzung zeigen können. Jede Lösung vom der kleinen Feuerstelle bis zur neugebauten Großanlage zur Verwendung von Abfallholz. Und auch alles dazwischen”, erklärt Torbjörn Johnsen.

Im Mittelpunkt der “World Bioenergy 2004” steht die praktische Anwendung kommerzieller Bioenergie-Technologien. Dieser Anspruch drückt sich auch in dem Motto der Veranstaltung aus: “Taking you from Know-How to Show-How”.

(Vgl. Veranstaltungshinweis vom 2004-06-02.)

Source: Presseinformation der schwedischen Elmia AB zur "World Bioenergy 2004" vom 2004-05-17.

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