29 November 2004

Bioenergie in Bayern weiter im Aufwind

Energiegewinnung aus Nachwachsenden Rohstoffen ist in Bayern weiter im Aufwind. Das teilte Landwirtschaftsminister Josef Miller unter Hinweis auf die jüngst vorgelegte amtliche Energiestatistik mit. Danach entfielen im Jahr 2002 vier Prozent des Primärenergieverbrauchs im Freistaat auf Biomasse – das ist ein Viertel mehr als 1997. Möglich gemacht hat diese Entwicklung nach den Worten Millers die Förderpolitik der Staatsregierung: “Seit 1990 haben wir rund 196 Millionen Euro, davon 162 Millionen Euro Landesmittel, überwiegend in die Energieerzeugung aus Nachwachsenden Rohstoffen investiert.” Kein anderes Land setzt sich auch nur annähernd so stark für regenerative Energien ein. Deutschlandweit liegt der Biomasseanteil am Energieverbrauch bei zwei Prozent.

Die Förderung Nachwachsender Rohstoffe bleibt laut Miller auch künftig ein Kernziel bayerischer Agrarpolitik: “Gerade von der energetischen Nutzung von Biomasse erwarten wir einen wichtigen ressourcen-, umwelt- und klimaschonenden Beitrag im künftigen Energiemix.” Durch den Einsatz von Biomasse – vor allem Holzhackschnitzel – werden im Freistaat rechnerisch jährlich 2,3 Milliarden Liter Heizöl eingespart und rund sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden.
Miller: “Wärme und Strom aus Stall, Feld und Wald haben Zukunft.” Die Rohstoffe kommen von ortsansässigen Bauern und Waldbesitzern. Das bedeutet für die oft von rückläufigen Einnahmen betroffene Land- und Forstwirtschaft eine zusätzliche Einkommensquelle.

Derzeit gibt es in Bayern 1,76 Millionen Kleinfeuerungsanlagen für Holz. Hinzu kommen 127 in Betrieb oder im Bau befindliche staatlich geförderte größere Biomasseheizwerke und –heizkraftwerke, 106 geförderte kleinere Biomasseheizwerke unter 500 Kilowatt, 250 Klär- und Deponiegasanlagen, 650 landwirtschaftliche Biogasanlagen und 350 öffentliche Tankstellen für biogene Treibstoffe sowie eine Produktionskapazität von jährlich rund 85.000 Tonnen Biodiesel.

Source: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten vom 2004-11-29.

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