16 Januar 2008

Bioenergie – Energiequelle für den Gartenbau

FNR informiert auf der Internationalen Pflanzenmesse in Essen über Bioenergie fürs Gewächshaus

Vom 24. bis 27. Januar 2008 findet die 25. Internationale Pflanzenmesse IPM auf dem Essener Messegelände statt. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Projektträger des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV), ist in Halle 1a am Stand 104 gemeinsam mit dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) vertreten und informiert dort über die Nutzung von Bioenergie.

Die Energieversorgung von Gewächshäusern mit der Abwärme aus Biogasanlagen steht im Zentrum des FNR-Beitrags. Ein entsprechendes, vom BMELV über die FNR umfangreich gefördertes Referenzprojekt am Standort Hennstedt, zeigt eindrucksvoll die Machbarkeit. In der schleswig-holsteinischen Gemeinde wird einer der ersten Unterglasbetriebe mit einer Gewächshausfläche von sechs Hektar mit der Abwärme einer Biogasanlage beheizt.

Diese Lösung ist auch für viele andere Betriebskooperationen interessant. Landwirtschaftliche Biogasanlagen sind auf den Erlös für die entstehende Wärme angewiesen, während für Gartenbaubetriebe ein langfristiger Wärmebezug zu stabilen Preisen existenziell ist. Diesen können Biogasanlagen, die auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes für 20 Jahre eine feste Vergütung bekommen, gewährleisten. Hinzu kommt der Kraft-Wärme-Kopplungs-Bonus, den der Biogaserzeuger erhält, wenn er für die Wärme eine entsprechende Nutzung nachweist.

Während im Projekt Hennstedt noch die räumliche Nähe zwischen Gärtnerei und Biogasfermenter als Voraussetzung für eine solche Energieversorgung galt, gewinnt die Biogasleitung inzwischen mehr und mehr an Bedeutung. Mit ihr kann das Gas über eine längere Entfernung zum Ort des Verbrauchs transportiert werden. Erst dort wird es in Strom und Wärme umgewandelt. Technisch und wirtschaftlich ist das oft einfacher als der Transport der Wärme über größere Strecken. Das Blockheizkraftwerk, heute meist noch direkt am Fermenter installiert, wird damit zum Gewächshaus verlagert. Über die Fördermöglichkeiten von Biogas- und Wärmeleitungen informiert die FNR auf der IPM.

Der Einsatz von Hackschnitzeln bietet eine weitere Option für Gartenbaubetriebe. Besonders in waldreichen Gegenden kann dieser Brennstoff langfristig und zu deutlich günstigeren Preisen als Heizöl bezogen werden. Die FNR hat deshalb ihre aktuelle und kostenlose Marktübersicht “Hackschnitzel-Heizungen” mit im Gepäck.

(Vgl. Meldungen vom 2005-12-09, 2007-11-22 und 2006-05-15.)

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Pressemitteilung, 2008-01-16.

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