23 Mai 2007

Biodieselproduzent Biopetrol will im Ausland wachsen

Der Biokraftstoff-Hersteller Biopetrol Industries hat im abgelaufenen ersten Quartal zwar seinen Umsatz gesteigert, zugleich aber auch weniger verdient. Neben den Vorlaufkosten für den Bau von Produktionsanlagen in Rotterdam machte Biopetrol die “schwierige Marktlage” verantwortlich.

“Auf dem deutschen Markt sind die Preise aufgrund der Besteuerung unter Druck geraten”, erklärt Biopetrol-Sprecher Karl Steinle gegenüber pressetext. Darüber hinaus lasten Überkapazitäten auf dem Deutschland-Geschäft. Nun will das Unternehmen die Abhängigkeit vom deutschen Markt reduzieren.

Künftig nur noch 40 Prozent des Umsatzes in Deutschland
Bis 2008 soll der in Deutschland erzielte Umsatzanteil auf 40 Prozent sinken. Derzeit werden gut 30 Prozent der Umsätze im Ausland erwirtschaftet. Die wichtigsten Märkte sind Steinle zufolge Nord- und Osteuropa sowie die Benelux-Länder. In den kommenden Jahren will Biopetrol zu einem der führenden Produzenten für Biodiesel in Europa aufsteigen. 2008 soll die Kapazität auf 750.000 Tonnen jährlich mehr als verdoppelt werden. Derzeit verfügt das Unternehmen mit Sitz im schweizerischen Zug und Werken in Schwarzheide und Rostock über Produktionskapazitäten von 350.000 Tonnen Biodiesel und 30.000 Tonnen Pharmaglycerin pro Jahr.

Ausbau in Rotterdam svchmäletrt Gewinn
Zum Jahresauftakt brachte die Inbetriebnahme der Rostocker Biodieselanlage dem Unternehmen einen kräftigen Schub. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres produzierte Biopetrol 52.000 Tonnen Biodiesel und damit um 38 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. (…) Vor allem die hohen Vorlaufkosten für den Ausbau in Rotterdam werden im laufenden Geschäftsjahr die Margen beeinträchtigen. Die bisher noch stotternde Produktion im neuen Werk in Rostock werde jedoch zunehmend optimaler. “Das Feintuning läuft”, meint Steinle. (…)

(Vgl. Meldungen vom 2007-04-02 und 2006-08-23.)

Source: pressetext.deutschland, 2007-05-22.

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