18 März 2005

Biodiesel statt City-Maut

Kommunen können mit Biodiesel neue EU-Luftstandards einhalten

Mit Biodiesel können deutsche Gemeinden und Städte ihre Luftqualität verbessern und so die neuen europäischen Standards einhalten. Diese sehen vor, Schadstoffe wie Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Blei und Partikel zu reduzieren. Wie der Verband Deutscher Biodieselhersteller (VDB) heute in Berlin mitteilt, belegen umfassende wissenschaftliche Untersuchungen, dass Biodiesel die Luft deutlich weniger belaste als herkömmlicher Diesel.

So werde beispielsweise der Ausstoß von Partikeln um bis zu vierzig Prozent verringert. “Insbesondere der Straßenverkehr verursacht die gesundheitsschädlichen Partikel, die als Feinstaub in die Lunge eindringen können. Deshalb ist der umweltfreundliche Biokraftstoff eine wirkungsvolle Maßnahme, um die Luft in den Städten zu verbessern”, erläutert VDB-Geschäftsführerin Petra Sprick.

Seit 1. Januar 2005 sind deutsche Kommunen dazu verpflichtet, europaweite Luftreinhaltevorschriften zu erfüllen. Werden die Grenzwerte an 35 Tagen pro Jahr überschritten, müssen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, um die Belastungen zu vermindern. Derzeit wird darüber diskutiert, ob neben Geschwindigkeitsbegrenzungen auch Fahrverbote oder eine City-Maut geeignete Instrumente sind, um die gesundheitsschädlichen Feinstäube in der Luft zu reduzieren.

Eine weitere Möglichkeit sehen die Kommunen darin, Dieselfahrzeuge mit Russfilter auszustatten. “Für die Städte gilt es nun, praktische Maßnahmen zu entwickeln, die zügig eingeleitet werden können. Mit Biodiesel steht ihnen eine Alternative zur Verfügung, die sich seit über zehn Jahren am Markt bewährt hat. Die Kommunen sollten deshalb darüber nachdenken, ihren Fuhrpark auf Biodiesel umzustellen und den Einsatz von Biokraftstoffen in ihren Luftreinhaltepläne stärker zu berücksichtigen”, fordert die Verbandsgeschäftsführerin.

Schon heute sind Fuhrparkbetreiber und Speditionen die Hauptabnehmer von Biodiesel in Reinform. Sie haben maßgeblichen Anteil daran, dass Biodiesel im Jahr 2004 einen Absatz von 1,2 Millionen Tonnen verzeichnete und damit einen Marktanteil von über vier Prozent am Gesamtdieselmarkt einnimmt. Um künftig eine erhöhte Nachfrage bedienen zu können, haben die Hersteller angekündigt, ihre Kapazitäten weiter auszubauen. Der Verband geht davon aus, dass ab 2006 jährlich bis zu zwei Millionen Tonnen Biodiesel in Deutschland produziert werden können.

Kontakt
Verband Deutscher Biodieselhersteller e.V.
Petra Sprick
Geschäftsführerin
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Tel.: 030/72625912
Fax 030/72625919
E-Mail: sprick@biodieselverband.de

Source: Pressemitteilung des Verbands Deutscher Biodieselhersteller (VDB) vom 2005-03-18.

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