26 Mai 2008

Biodiesel schont Ölreserven – Produktion bricht jedoch ein

“Der Anteil von Biodiesel am gesamten Dieselmarkt betrug im vergangenen Jahr rund neun Prozent. Damit leisten Biokraftstoffe schon jetzt einen entscheidenden Beitrag, um die Folgen der sinkenden Ölreserven abzufedern. Sie bieten eine echte, bereits jetzt vorhandene nachhaltige Alternative zu fossilen Kraftstoffen”, sagt Petra Sprick, Geschäftsführerin des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB).

Sie äußerte sich zu einer von der Energy Watch Group – einer Initiative internationaler Parlamentarier – in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie, die gestern veröffentlicht wurde. Darin wird festgestellt, dass die weltweite Ölförderung mit großer Wahrscheinlichkeit das Fördermaximum überschritten hat und weiter zurückgehen wird. “Der Anteil von Biodiesel am gesamten Dieselmarkt könnte sogar noch höher liegen, er ist jedoch in den letzten Monaten dramatisch eingebrochen, da Kapazitäten brach liegen und Anlagen stillgelegt werden mussten”, sagt Sprick. Sie forderte deshalb verlässliche politische Rahmenbedingungen und Planungssicherheit, die im Moment für die deutschen Biokraftstoffhersteller nicht vorhanden sind.

Nach der Studie werden die Ölvorkommen bis zum Jahr 2030 zum großen Teil versiegt sein; Biodiesel und Bioethanol seien deshalb Bausteine für die Sicherung einer nachhaltigen Mobilität. Die aus Deutschland stammenden Rohstoffe für Biodiesel und Bioethanol würden nachhaltig produziert: Es gelte die so genannte “gute fachliche Praxis”, dies sind verschiedene gesetzliche Regelungen wie das Bundesnaturschutz- oder das Bundesimmissionsschutzgesetz, die eine nachhaltige Landwirtschaft gewährleisteten. “Ein zusätzlicher Vorteil von Biodiesel: Mit den vorhandenen Produktionskapazitäten können bereits jetzt zwölf Millionen Tonnen CO2 Emissionen eingespart werden”, sagt Sprick.

(Vgl. Meldungen vom 2007-07-19 und 2008-04-08.)

Source: Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V., Pressemitteilung, 2008-05-22.

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