19 August 2005

Biodiesel einmal anders: “Plantanol – das ist ein Superzeug!”

Ersatz für Diesel: Diplomarbeit an der Technischen Universität Darmstadt

Wolf-Dieter Zorn fährt einen alten Mercedes-Kombi 250 D. Seit einem Jahr tankt er nicht mehr Diesel, sondern Plantanol. Mit zunehmender Begeisterung, denn der Biokraftstoff ist preiswerter als Diesel – und sauberer.

Inzwischen ist der Darmstädter Werbeberater von Plantanol derart überzeugt, dass er dafür kräftig die Trommel rührt. Mit Erfolg: Als erstes großes Unternehmen stellt der Omnibusbetrieb HAV – vormals Mendel – in diesen Tagen alle Linienfahrzeuge auf Plantanol um.

“Herr Zorn hat uns mit dem Hersteller, der Weiterstädter Firma Runkel, zusammengebracht”, sagt HAV-Geschäftsführer Ralph Nadler. “Was wir dort hörten, klang so gut, dass ich gesagt habe, wir probieren das aus.” Die Probephase dauerte ein dreiviertel Jahr – dann war klar: HAV stellt seine komplette Flotte um, immerhin dreißig Busse. Zwei Fernreisebusse kommen wohl als letztes dran, wegen der noch unklaren Versorgung auf weiten Strecken. “Man kann problemlos Diesel zutanken, doch im Ausland hat das meist schlechte Qualität”, sagt Nadler.

Von Plantanol jedoch spricht der Firmenchef genauso enthusiastisch wie der Werbemann Zorn. “Das ist ein Superzeug”, lobt Nadler. “Es bringt dieselbe Leistung wie Diesel, der Verbrauch ist gleich, aber es ist viel preiswerter. Und vor allem – es entlastet die Umwelt. Der ganze Dreck, der im Diesel drin ist, kommt ja irgendwann auch wieder raus. Selbst mit Rußfilter. Bei Plantanol gibt es diesen Dreck nicht.”

Nadler verweist auf eine kurz vor dem Abschluss stehende Diplomarbeit an der Technischen Universität Darmstadt. Die Ergebnisse werden Ende des Monats vorliegen. “Ich rechne”, so Nadler, “mit einem um sechzig Prozent geringeren Partikelausstoß .”

Dafür, dass dies so ist, hat Jürgen Runkel sieben Jahre lang hart gearbeitet. Der Motorenfachmann testete immer wieder neue Kraftstoffkombinationen auf biologischer Basis. “Wir sind auch mal fünftausend Kilometer mit Öl von Aldi gefahren, weil es so günstig war. Aber dann war der Motor verklebt – im Speiseöl ist zuviel Phosphat.”

Seit einem Jahr endlich stimmt die Formel: Plantanol. Aus rechtlichen Gründen muss er “Plantanol-Diesel” schreiben. Leider, denn das, bedauert Runkel, legt die Verwechslung mit dem so genannten Biodiesel nahe – herkömmliches Rapsöl.

“Aber genau das ist Plantanol nicht”, betont Runkel. Das Problem bei Pflanzenkraftstoffen: Sie sind zu zähflüssig. Sie müssen also verdünnt werden und erhalten weitere “Additive” (Zusatzstoffe). Beim Biodiesel ist das Methylester. Eine Verbindung, die in der Fachwelt als weniger leistungsfähig bezeichnet wird; außerdem würden dabei die Motoren stärker belastet. Kurze Ölwechselintervalle zum Beispiel sind die Folge.

plantanol-diesel ist ein neu entwickelter Kraftstoff für Diesel-Motoren.

Die Basis von plantanol-diesel bilden modifizierte, hoch gereinigte, motortaugliche Pflanzenöle, die durch zündkraftverstärkende und verbrennungsverbessernde Komponenten aufgewertet sind und damit den Einsatz von Pflanzenöl als Kraftstoff ohne motortechnische Umbauten überhaupt erst möglich machen.

plantanol-diesel bietet dem Nutzer eine Vielzahl von Vorteilen.

  • Excellentes Verbrennungsverhalten des biogenen Kraftstoffes.
  • Klare ökotoxikologische Vorteile durch geringstmögliche Beeinträchtigung des ökologischen Gleichgewichts.
  • Besseres Drehmoment und höhere Leistungsausbeute (bessere Fahrdynamik).
  • Deutliche Verbesserung des Abgastrübungsverhaltens und damit erhebliche Verringerung des Krebsrisikos durch Abgas-Ruß.
  • Besserer effektiver Wirkungsgrad und damit Verringerung der Betriebskosten (bei warmer Maschine).
  • Gedämpfter, geräuscharmer und schonender Lauf der Maschine.
  • Regenerative (erneuerbare) Rohstoff-Basis.
  • Weitgehend risikofreies Handling des Kraftstoffes.

Weitere Informationen:
plantanol-diesel
Handelshaus Runkel
Taunusstr. 39
64331 Weiterstadt-Gräfenhausen
Tel.: 06150-5919-300
Fax: 06150-5919-301
E-Mail: info@plantanol-diesel.de

Source: echo online vom 2005-08-15.

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