15 Juni 2015

bio!CAR: Neue Konferenz im Rahmen der Composites Europe 2015

Fokus auf biobasierte Materialien im Automobilbau

Mit der bio!CAR geht im September eine neue Konferenz für die Automobil-Industrie an den Start. Im Mittelpunkt stehen biobasierte Materialien im Automobilbau. Ihre Premiere feiert die internationale Tagung im Rahmen der COMPOSITES EUROPE 2015 vom 24. bis 25. September auf dem Stuttgarter Messegelände. Organisiert wird die Konferenz gemeinsam vom bioplastics MAGAZINE und dem nova-Institut in Kooperation mit Messeveranstalter Reed Exhibitions und der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. (AVK).

Die bio!CAR-Konferenz will dem Trend zum Einsatz von bio-basierten Polymeren und Naturfasern in der Automobilindustrie Rechnung tragen: Immer mehr Hersteller und Zulieferer setzen auf bio-basierte Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen wie u.a. Holz, Baumwolle, Flachs, Jute oder Kokosfaser, die als Verbundmaterialien in Innenverkleidungen hochwertiger Türen und Armaturenbrettern zum Einsatz kommen. Nach Angaben des nova-Instituts aus Hürth wurden in der europäischen Automobilindustrie zuletzt (2012) rund 80.000 Tonnen Holz- und Naturfasern zu Verbundwerkstoffen verarbeitet. Das Gesamtvolumen der biobasierten Verbundmaterialien im Automobilbau betrug 150.000 Tonnen.

Auch für Biokunststoffe finden sich im Automobilbereich hochwertige Anwendungen. Bio-basierte Polyamide aus Rizinusöl werden in Hochleistungsbauteilen eingesetzt, Polymilchsäure (PLA) in Türinnenverkleidungen, Soja-basierte Schäume in Sitzpolstern und Armlehnen und bio-biobasierte Epoxyharze in Verbundwerkstoffen. Über Bio-basierte Polymere und ihre weltweite Verwendung hat das nova-Institut im Mai eine aktualisierte Marktstudie herausgegeben (http://bio-based.eu/markets/#top).

Call for papers ist noch offen

Zwei Tage lang werden Experten aus allen Bereichen bio-basierter Materialien auf der bio!CAR über ihre jüngsten Entwicklungsergebnisse referieren. Die Materialpalette umfasst unter anderem mit anspruchsvollen Naturfaserprodukten gefüllte oder verstärkte konventionelle Kunststoffe sowie bio-basierte, sogenannte “Drop-in” Biokunststoffe wie Polyamide auf der Basis von Rizinusöl oder Polyolefine aus Zuckerrohr-basiertem Bio-Ethanol. Aber auch neuartige Biokunststoffe wie PLA oder PTT gehören ebenso dazu wie duromere Harze aus nachwachsenden Rohstoffen oder bio-basierte Alternativen für Gummi und Elastomere. Vorträge für die bio!CAR 2015 können noch bis zum 31. Mai eingereicht werden. Weitere Informationen unter www.bio-car.info

COMPOSITES EUROPE zeigt Trends bei Bio-Verbundwerkstoffen

Die COMPOSITES EUROPE bildet für die bio!CAR-Konferenz den passenden Rahmen, denn die Fachmesse greift vom 22. bis 24. September ebenfalls das Thema bio-basierte Verbundwerkstoffe auf. Mit dem Themenpavillon „bio-based composites“ zeigt die Fachmesse, welche Produkte sich aus Naturfasern bereits heute realisieren lassen. Das Spektrum reicht von Rohmaterialien über Zwischen- bis zu Endprodukten aus dem Automobilbau und der Luftfahrt.

Insgesamt zeigen auf der COMPOSITES EUROPE rund 450 Aussteller aus 30 Nationen die Leistungskraft der gesamten Verbundwerkstoff-Industrie. Im Mittelpunkt steht die Automatisierung der großserientauglichen Fertigungsprozesse von Composites-Bauteilen u.a. für den Automobilbau, die Luft- und Raumfahrt, den Bootsbau, die Windenergie-Wirtschaft und den Bausektor. 11.000 Leichtbau-Entscheider werden zur 10. Auflage erwartet. Organisiert wird die COMPOSITES EUROPE vom Messeveranstalter Reed Exhibitions in Kooperation mit dem europäischen Branchenverband EuCIA, der AVK, dem VDMA Forum Composite Technology und der internationalen Fachzeitschrift Reinforced Plastics.

Den Auftakt zur COMPOSITES EUROPE 2015 bildet der „1st International Composites Congress (ICC)“, der vom 21. – 22. September 2015 im Internationalen Congresscenter Stuttgart stattfindet und von der Wirtschaftsvereinigung Composites Germany veranstaltet wird.

Source: Composites Europe, Pressemitteilung, 2015-05-27.

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