23 Mai 2018

Biobasierte Verbundwerkstoffe vor Feuer schützen

Flammschutzausrüstung eröffnet natur- und holzfaserverstärkten Kunststoffen neue Einsatzbereiche

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Tablett aus Naturfaserverbundwerkstoff, rechts mit Flammschutzmittel ausgerüstet, Quelle: ITB

Ein ausreichender Flammschutz gilt in vielen Bereichen als Grundvoraussetzung für die verwendeten Werkstoffe. Das Fraunhofer-Institut für Holzforschung in Braunschweig (WKI), das Institut für Innovation, Transfer und Beratung gGmbH in Bingen (ITB) und die Bio-Composites And More GmbH (B.A.M.) entwickelten jetzt flammgeschützte Holz-Polymer-Werkstoffe sowie biogene Flammschutzmittel für naturfaserverstärkte Kunststoffe.

Beide Forschungsprojekte haben zu wichtigen Erkenntnissen beim Flammschutz von Bioverbundwerkstoffen geführt und helfen, die Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten für diese Werkstoffgruppe weiter zu erhöhen. Sie wurden vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.

Auch wenn Holz-Polymer-Werkstoffe (sog. wood plastic composites (WPC)) immer noch überwiegend zu Terrassendielen verarbeitet werden, haben in den letzten Jahren weitere Einsatzfelder wie Möbel, Bodenbeläge und Fassadenelemente an Marktrelevanz gewonnen. Hier wird allerdings ein ausreichender Schutz der Materialien vor Feuer gefordert. Vor diesem Hintergrund hat das Fraunhofer-Institut für Holzforschung (WKI) zusammen mit Partnern aus der Industrie verschiedene auf dem Markt verfügbare Flammschutzmittel und WPC mit verbesserter Brandschutz-Einstufung entwickelt.

An biogenen Formteilen mit Flammschutz für die Elektroindustrie arbeiteten das Institut für Innovation, Transfer und Beratung gGmbH (ITB) und die Bio-Composites And More GmbH (B.A.M.) und fanden dafür biogene Flammschutzausrüstungen. Nach dem Up-scaling konnten die Projektpartner einen Bioverbundwerkstoff aus Naturfasern, einem überwiegend biogenen, duroplastischem Harzsystem und einem biogenen Flammschutz entwickeln. Aus diesem Halbzeug hat der Industriepartner Alfred Pracht Lichttechnik GmbH Formteile für Leuchtröhren hergestellt, die die gesetzlichen Brandschutzanforderungen erfüllen.

Weitere Projektdetails:

  • Entwicklung von flammgeschützten WPC – Förderkennzeichen 22010212
  • Innovative biogene Flammschutzausrüstung für naturfaserverstärkte Formteile mit biogener duroplastischer Matrix
    TV 1: Koordinierung, Oberflächenbehandlung, NF Halbzeuge – Förderkennzeichen 22022112
    TV 2: Flammschutzausrüstung, Oberflächenbehandlung – Förderkennzeichen 22012114

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Pressemitteilung, 2018-05-17.

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