21 Oktober 2019

Biobasierte Kunststoffe auf der Kunststoffmesse K 2019

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe stellt die Ergebnisse aus aktuellen Forschungsprojekten rund um biobasierte Kunststoffe vor

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Quelle: SWK Innovations GmbH & Co. KG

Alle drei Jahre trifft sich die internationale Kunststoff-Branche in Düsseldorf zur K – der weltweit größten Messe für Kunststoffe und Kautschuk. Vom 16. bis 23. Oktober präsentieren mehr als 3.200 Aussteller die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich.

Auf ihrem Messestand in der Halle 7.0, SC16 stellt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) die Ergebnisse aus aktuellen Forschungsprojekten rund um biobasierte Kunststoffe, die über das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziell unterstützt werden, vor:

  • High-Performance-Einsatzbereiche für naturfaserverstärkte Biokunststoffe suchen fünf Partner aus Forschung und Industrie, ihr Schwerpunkt sind Leichtbau-Hybridformteile. Als Praxisbeispiel haben sie sich eine Kindersitzschale fürs Auto vorgenommen (Förderkennzeichen 22023216, 22012617, 22016117, 22012417, 22013517).
  • Eine besondere Herausforderung bei der Kunststoffverarbeitung ist der Mehrkomponentenspritzguss. Das Ziel des zweiten Forschungsbeispiels ist die Entwicklung eines biobasierten Hart-Weich-Verbunds. Der Anwendungsfokus liegt auf Büro- und Sportartikeln sowie Gehäusebauteilen (Förderkennzeichen 22000915, 22011816, 22011916).
  • In vielen Anwendungsbereichen, wie z.B. Elektronik, Bauwesen und Fahrzeugbau müssen die eingesetzten Biokunststoffe über einen hohen Flammschutz verfügen. Dieser ist bisher meist nicht mit biobasierten Additiven machbar. Ziel des Forschungsprojekts ist daher die Entwicklung eines thermoplastischen Biokunststoffes mit biobasiertem Flammschutz (Förderkennzeichen 22020016).
  • Die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bekannter biobasierter Kunststoffe erfordert eine fachübergreifende Zusammenarbeit verschiedener Technologie-Bereiche, um Wissenslücken zu schließen und Synergien zu identifizieren. Hier gibt es oft noch (Kommunikations-)Defizite. Zwei Partner aus der angewandten Forschung und eine Kommunikationsagentur planen daher das „Zukunftsnetzwerk biobasierte Polymere“ – BioFoN. Auf dem Messestand werden das deutschlandweite Netzwerk und seine Optionen vorgestellt (Förderkennzeichen 22019516, 22010518, 22008818).

Daneben bietet die FNR auf ihrem Messestand auch einen kleinen Einblick, wie problemlos heute schon die Verarbeitung von biobasierten Kunststoffen ist. Aus naturfaserverstärktem Biokunststoff werden im Spritzguss kleine Haushaltshilfen, sogenannte Spiralschneider, produziert, die die Besucher und Besucherinnen als Give-Aways mitnehmen können.

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Pressemitteilung, 2019-10-14.

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