15 Dezember 2017

Bio-On und AkzoNobel wollen weiterhin zusammenarbeiten

Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Verwendung der biologisch abbaubaren, biobasierten Polymere in Bewuchskontrollbeschichtungen weiter zu erforschen

  • Die beiden Unternehmen haben im Rahmen des SEAFRONT-Projekts hervorragende und vielversprechende Ergebnisse erzielt.
  • Sie haben nun beschlossen, die gemeinsamen F&E-Aktivitäten weiterzuführen mit dem Ziel, die bereits entwickelten Systeme weiter unter Beweis zu stellen und die Entwicklung neuer Rezepturen voranzutreiben.

Aufgrund der ausgezeichneten Ergebnisse, die im Rahmen des Projekts Synergistic Fouling Control Technologies – SEAFRONT (Finanzhilfevereinbarung 614034) erzielt worden sind, haben Bio-on und International Paint Ltd. (AkzoNobel) beschlossen, ihre Zusammenarbeit über das bevorstehende Projektende hinaus weiterzuführen. Das SEAFRONT-Projekt wird vom Seventh Framework Progamme der Europäischen Kommission unterstützt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Verwendung der biologisch abbaubaren, biobasierten Polymere von Bio-on als Bestandteile in Bewuchskontrollbeschichtungen weiter zu erforschen. Mit solchen Beschichtungen sollen unerwünschte Ablagerungen von Meeresorganismen an Booten, Schiffen, Gezeitenkraftwerken und anderen Wasseranlagen verhindert werden. Bio-on ist ein führendes italienisches Biotechnologie-Unternehmen im Bereich der Biokunststoffe und ist im AIM-Segment in der italienischen Börse kotiert.

«Diese Zusammenarbeit ist für AkzoNobel strategisch attraktiv, da sie das Potenzial für die Entwicklung neuer, biobasierter Produkte bietet, die unsere Position als ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich von Hochleistungs- und nachhaltigen Beschichtungen stärken werden», berichtet David Williams, R&D Director, Marine Coatings bei Akzo Nobel.

«Wir sind vor allem aus zwei Gründen stolz und erfreut darüber, dass wir unsere Zusammenarbeit mit AkzoNobel weiterführen können. Zum einen, weil wir dadurch weiterhin mit einigen der besten Forscher in der chemischen Industrie zusammenarbeiten werden und zum anderen, weil wir dadurch die erstaunlichen Anwendungsmöglichkeiten unserer Biopolymere weiter unter Beweis stellen können», erklärt Marco Astorri, CEO und Vorsitzender von Bio-on.

«Diese Ergebnisse und die Weiterführung der Zusammenarbeit sind gute Beispiele für die vielen wertvollen Auswirkungen des SEAFRONT-Projekts, das im Jahr 2014 lanciert wurde und dieses Jahr zum Abschluss kommt», sagt Arie Brouwer vom Dutch Polymer Institute und Koordinator des SEAFRONT-Projekts. «Im SEAFRONT-Projekt arbeitet eine Arbeitsgemeinschaft von 19 Unternehmen und Forschungsinstituten auf einzigartige Weise an der Entwicklung von Bewuchsschutzsystemen zusammen.

Die Arbeitsgemeinschaft kann stolz darauf sein, dass es die wichtigsten Ziele des Projekts erfolgreich erreicht hat, wie die Schaffung von Oberflächen, die den hydrodynamischen Widerstand um 5 % senken. Dank der ausgezeichneten Arbeit von Bio-on und AkzoNobel erzeugte es sehr gute Ergebnisse für die Entwicklung von neuen Bewuchskontrollbeschichtungen auf der Grundlage biobasierter Polymere.»

 

Über AkzoNobel

AkzoNobel ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Farb- und Lackindustrie und ein bedeutender Hersteller in der Spezialchemie. Das Unternehmen kann auf jahrhundertelange Erfahrungen zurückblicken und versorgt die Industrie und Verbraucher mit innovativen Produkten und nachhaltigen Technologien, mit denen es den wachsenden Anforderungen des sich rasch verändernden Planeten gerecht werden will. Mit Hauptsitz in Amsterdam, NL, umfasst das Unternehmen weltweit rund 46.000 Mitarbeitende in rund 80 Ländern. Dem Firmen-Portfolio gehören bekannte Marken wie Dulux, Sikkens, International, Interpon und Eka an. Das Unternehmen ist konstant als eines der führenden Firmen im Bereich der Nachhaltigkeit eingestuft und setzt sich für ein lebenswerteres Leben und menschlichere Städte ein.

Durch die Marke International® im Bereich von Unterwasser-Beschichtungen, Schutzbeschichtungen und Yachtbeschichtungen ist AkzoNobel weltweit ein führendes Unternehmen im Bereich von Bewuchskontrollbeschichtungen, Antifouling- und Fouling-Release-Technologien. Das Unternemen bemüht sich darum, seine Produkte laufend zu optimieren und neue Technologieplattformen zu enwickeln.

Über Bio-On S.p.A.

Bio-On S.p.A., ein italienisches IP(Intellectual Property)-Unternehmen (IPC), ist im Bereich der Biokunststoffe tätig. Es führt anwendungsbezogene Forschungsprojekte und Entwicklungen moderner Biofermentationstechnologien auf dem Gebiet umweltverträglicher und vollständig natürlich abbaubarer Materialien durch.

Insbesondere entwickelt Bio-On Materialien für industrielle Anwendungen durch die Schaffung von Produktcharakterisierungen, Komponenten und Erzeugnissen aus Kunststoff. Seit Februar 2015 ist Bio-On S.p.A. auch in der Entwicklung zukunftsorientierter, natürlicher und umweltverträglicher Chemikalien tätig.Bio-On hat ein exklusives Verfahren für die Herstellung einer Familie von Polymeren mit der Bezeichnung Polyhydroxyalkanoate oder PHA aus natürlichen Abfällen der Landwirtschaft (u.a. Melassen und Säften aus Zuckerrohr und Zuckerrüben) entwickelt. Die daraus gewonnen Biokunststoffe sind dabei in der Lage, die wichtigsten Familien herkömmlicher Kunststoffe hinsichtlich der Leistung, der thermomechanischen Eigenschaften und der Anwendungsvielfalt zu ersetzen.

Beim PHA-Werkstoff von Bio-On handelt es sich um einen Biokunststoff, der sich als 100% natürlich und als vollständig biologisch abbaubar klassifieren lässt, wie die Zertifizierung durch Vincotte und das US-amerikanische Landwirschaftsministerium (United States Department of Agriculture, USDA) bestätigt. Zur Strategie des Emittenten gehören die Vermarktung von Lizenzen für die Produktion von PHA-Werkstoffen und die entsprechenden Nebendienstleistungen, der Aufbau von Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten (auch mittels neuer Zusammenarbeitsvereinbarungen mit Hochschulen, Forschungszentren und Industriepartnern) sowie die Umsetzung von durch die Bio-on geplanten Industrieanlagen.

Source: Bio-On, Pressemitteilung, 2017-12-04.

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