2 Dezember 2009

Bio-HDPE für Verschlüsse von Getränkekartons

Tetra Pak schließt Vertrag mit Braskem über die Lieferung von biobasiertem Polyethylen

Tetra Pak, der weltweit führende Anbieter von Verarbeitungs- und Verpackungssystemen für Lebensmittel, schließt mit dem größten petrochemischen Unternehmen Brasiliens, Braskem SA, einen Vertrag über die Lieferung von begrenzten Mengen an HDPE (Polyethylen hoher Dichte), das aus erneuerbaren Rohstoffen gewonnen wird. Dieser Vertrag sei ein erster Schritt hin zur Nutzung von Polyethylen aus erneuerbaren Rohstoffen in der Kartonverpackungsindustrie, teilt Tetra Pak mit.

9716.jpgBraskem erwartet, dass im Süden Brasiliens die weltweit erste grüne Polyethylenanlage in industrieller Größenordnung Ende nächsten Jahres in Betrieb geht, und plant die ersten Lieferungen an Tetra Pak für Beginn 2011. Die neue Anlage wird Zuckerrohr zur Herstellung von Ethylen nutzen, das dann zu Polyethylen transformiert wird, dem weltweit am häufigsten genutzten Kunststoff. Schätzungen zufolge wird dieses Verfahren, verglichen mit dem herkömmlichen Produktionsprozess von Polyethylen, zu einer Gesamtverringerung der Treibhausgasemissionen führen.

Fünf Prozent des gesamten HDPE-Bedarfs
Gemäß den Bedingungen des aktuellen Vertrages wird Braskem ab 2011 Tetra Pak 5.000 Tonnen HDPE jährlich aus nachwachsenden Rohstoffen für die Herstellung von Kunststoffverschlüssen (Bild) liefern. Das Volumen macht etwas mehr als fünf Prozent des gesamten HDPE-Bedarfs von Tetra Pak aus und liegt knapp unter einem Prozent des gesamten Kunststoffbedarfs des Unternehmens.

Als weltweit größter Lieferant von Verpackungen auf der Grundlage von Holzfasern setzt sich Tetra Pak bereits seit Jahren für die Nutzung verantwortungsvoll bewirtschafteter Ressourcen ein. Das Unternehmen unterstützt aktiv den Forest Stewardship Council (FSC) und fördert die Entwicklung eines vergleichbaren Zertifizierungsstandards für Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen.

Tetra Pak ist auch ein Partner des WWF-Klimaschutzprogramms “Climate Savers” und auf dem Weg, seine weltweiten Treibhausgasemissionen rechnerisch um zehn Prozent zwischen 2005 und 2010 zu reduzieren.

2002 verpflichtete sich Braskem öffentlich zu seinem Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Es war das erste brasilianische Unternehmen, das die internationale Erklärung für saubere Produktionsmethoden (P + L) im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen unterzeichnete. Seit 2005 wird das Unternehmen im Sustainability Index (ISE-Bovespa) der brasilianischen Börse geführt. Alle Industrieanlagen sind ISO-14001-zertifiziert. In diesem Jahr unterzeichnete Braskem das Kommuniqué von Kopenhagen zum Klimawandel (Copenhagen Communiqué on Climate Change) als Zeichen seiner Unterstützung.

Source: plasticker, 2009-12-02.

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