30 Mai 2017

Bio-Fed: Neue biobasierte PA 6.10-Compounds im Portfolio

Nachhaltigkeit, biobasierte Polymere und nachwachsende Rohstoffe, das sind derzeit wichtige Themen in der Kunststoffindustrie

Bio-Fed ist spezialisiert auf die Vermarktung von biologisch abbaubaren und biobasierten Kunststoffen. Bisher lag der Schwerpunkt der Aktivitäten des Kölner Unternehmens auf Produkten für Folienanwendungen sowie vereinzelt auch im Spritzgussbereich, mit einem starken Fokus auf der Bioabbaubarkeit der Produkte. Mit der Reihe „M∙Vera ECS“ nimmt die Zweigniederlassung der Akro-Plastic GmbH nun Polyamidcompounds auf Basis nachwachsender Rohstoffe ins Portfolio auf.

Nachhaltigkeit, biobasierte Polymere und nachwachsende Rohstoffe, das sind derzeit wichtige Themen in der Kunststoffindustrie. Nicht nur getrieben von ständig schwankenden Rohölpreis, sondern auch um den Energieverbrauch bzw. die CO2-Bilanz zu reduzieren, suchen viele Polymerhersteller sowie die gesamte Kunststoff verarbeitende Industrie nach entsprechenden Lösungen.

Bild: Bio-Fed

Bild: Bio-Fed

„PA 6.10 erfüllt die gängige Definition eines Biokunststoffs, da es einen ca. 60 prozentigen Anteil an nachwachsenden Rohstoffen besitzt“, so Roland Andernach, Produktmanager bei Bio-Fed. Das Rizinusöl aus den Samen des Wunderbaums bildet hierbei die Grundlage für Sebacinsäure, welche als Basis für den nachwachsenden Rohstoffanteil des Produkts fungiert. Da weder die Samen des Wunderbaums noch das daraus gewonnene Rizinusöl als Lebensmittel Anwendung finden, gibt es keinen Konflikt mit der Nahrungsmittelproduktion.

Anders als die bisherigen Produkte der Reihe „M∙Vera“ sind die ECS-Produkte teilweise biobasiert, jedoch nicht biologisch abbaubar. Da bei technischen Anwendungen eine lange Lebensdauer des Endprodukts erwünscht bzw. eine hohe Beständigkeit der Materialien gefordert ist, gelten diese Compounds somit als die optimale Ergänzung im Sortiment von Bio-Fed.

„‘M∙Vera ECS‘ beansprucht seinen Platz im Markt als technisches Polymer, da es sich im Vergleich zu PA 6 bzw. PA 6.6 durch eine höhere Beständigkeit gegenüber stark beanspruchenden Medien und Heißwasser auszeichnet. So nimmt PA 6.10 beispielsweise ca. 50 Prozent weniger Feuchtigkeit auf als PA 6, ist dimensionsstabiler, besitzt eine bessere Kälteschlagzähigkeit und eine sehr gute Oberfläche“, erklärt Andernach.

Technisch gesehen schließt dieser Werkstoff die Lücke zwischen PA 6 bzw. PA 6.6 und PA 12. Die Verarbeitbarkeit des Produkts entspricht dabei jedoch weiterhin der eines PA 6.

Source: Plasticker, 2017-05-12.

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