17 Dezember 2002

Bestnote für den FSC

Die Waldzertifizierungssysteme FSC und Naturland schneiden beim Ökotest-Magazin mit der Note „sehr gut“ ab

Im aktuellen Sonderheft Bauen, Wohnen & Renovieren des Ökotest-Magazins wurden verschiedene Gütesiegel für Waldbewirtschaftung auf ihren Inhalt und ihre Glaubwürdigkeit getestet. Mit dem Test können nun auch Verbraucher die verschiedenen Siegel selbst bewerten und Holzprodukte verantwortungsvoll kaufen. Das FSC-Siegel erhielt neben dem Naturland-Zeichen die Note „sehr gut“. Damit bescheinigt Ökotest dem Forest Stewardship Council (FSC) sowohl bei inhaltlichen Kriterien wie dem Einsatz von Pestiziden, als auch beim Kontrollverfahren hohe Glaubwürdigkeit. Das Label des PEFC bekam nur ein “ausreichend”.

Denn beim PEFC findet im Unterschied zu FSC und Naturland keine Vor-Ort-Prüfung vor der Vergabe des Siegels statt. Es reicht, wenn die Antragsteller einen regionalen Waldbericht und eine Selbstverpflichtung vorlegen, in der sich die Forstbetriebe zur Einhaltung der Regelungen des PEFC-Zertifizierungssystems bekennen. Während Naturland und FSC die zertifizierten Betriebe jährlich kontrollieren, werden beim PEFC lediglich Stichproben durchgeführt. Auch dafür gab es ein Minus.

Das Ökotest-Magazin stellte in der Bewertung hohe Anforderungen an die Zertifizierungssysteme. Die Note „sehr gut“ wurde nur an Systeme vergeben, in denen einzelne Forstbetriebe regelmässig, unabhängig, vor Ort und vor der Zertifikatsübergabe kontrolliert werden.

Das Ergebnis zeigt, dass es möglich ist, ökonomische und ökologische Interessen im Wald zu vereinbaren. Waldbesitzer können mit Hilfe des FSC- oder des Naturlandsiegels ihre naturnahe Waldwirtschaft dokumentieren und Verbrauchern sichtbar machen. Das Testergebnis zeigt zögerlichen Waldbesitzern, dass sie ihren Wald in Zukunft naturnah bewirtschaften und diesen dann nach FSC-Kriterien überprüfen lassen sollten“, so Nina Griesshammer, Waldreferentin beim WWF Deutschland.

(Vgl. Meldungen vom 2002-09-09 und 2002-05-22.)

Source: ÖKO-TEST, Pressemitteilung des FSC-Arbeitsgruppe Deutschland vom 2002-11-15 und UMWELT Briefe Nr. 25/26 vom 2002-12-11.

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