1 November 2001

Beitrag zur Zukunft von Naturfasern bei Fiber Futures abrufbar

Unter dem Titel “Fiber Futures” hat die gleichnamige in San Francisco ansässige non-profit Umweltberatungsgruppe einen Überblicksartikel zur Zukunft von Naturfasern von Einjahrespflanzen (“non-wood natural fiber”) veröffentlicht.

Solche Fasern können einerseits in Form von Agrar-Sekundärrohstoffen (“agricultural residues”) bei der Ernte von Getreide oder Reis anfallen. Andererseits können hochwertige Fasern durch schnell wachsende Faserpflanzen wie Flachs, Miscanthus, Bambus, Hanf oder Kenaf gewonnen werden.

Mögliche Anwendungsbereiche für Naturfasern seien Baumaterialien, Textilien und die Papierindustrie. Die qualitativ hochwertigen Fasern der schnell wachsenden Pflanzen könnten dabei grundsätzlich in allen drei Bereichen Verwendung finden. Fasern aus Agrar-Sekundärrohstoffen können dagegen nur in minderwertigen Anwendungen wie im Baubereich (z.B. Faserplatten aus Stroh) eingesetzt werden.

Allerdings sieht die Autorin Jeanne Trombly für die Agrar-Sekundärrohstoffe eine sehr sinnvolle Rohstoffquelle für dezentrale Papiermühlen in den Entwicklungsländern (vgl. Meldung vom 2001-10-22). In diesen Ländern soll die Papiernachfrage in den nächsten 15 Jahren doppelt so stark steigen wie in den Industrieländern. Bisher werden die Ernteabfälle aus Mangel an Verarbeitungskapazitäten allerdings mit allen klima-relevanten Folgen noch regelmäßig verbrannt.

Der vollständige Beitrag steht im PDF-Format zur Verfügung.

Autor: Klaus-Martin Meyer (nova)
Endredaktion: Marion Kupfer (nova)
Quelle: http://www.fiberfutures.org vom 2001-11-01.

Source: http://www.fiberfutures.org vom 2001-11-01.

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