7 November 2003

Bei Biomasse unbedingt nachbessern

Der Deutsche Bauernverband und auch die Branche der Regenerativen Energien sieht beim jüngsten Kompromiss zwischen den Ressorts Umwelt und Wirtschaft für das Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) vor allem bei Biomasse deutlichen Nachbesserungsbedarf. Beispielsweise müsse der im Hintergrundpapier des Bundesumweltministeriums zur EEG-Novelle vorgesehene Bonus für den ausschließlichen Einsatz nachwachsender Rohstoffe bei kleinen Anlagen deutlich erhöht werden. Positiv sei zu bewerten, dass der Bonus auch für größere Anlagen bis zu einer Leistung von 5 Megawatt gelten soll.

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums sei im Kompromiss jetzt vorgesehen, dass die bisherige Degression der Vergütungen für die Bioenergie von 1 Prozent auf 2 Prozent erhöht werden soll. Darüber hinaus sei geplant, den Förderzeitraum von 20 auf 15 Jahre zu verkürzen. Wenn dieses so zutreffe, dann stehe die Bioenergie mit dem novellierten EEG nicht besser da als mit dem jetzigen Gesetz. Und das, obwohl der allgemeine politische Konsens herrschte, die Bioenergie weiter auszubauen, mahnte der DBV. Es sei jetzt Aufgabe der Abgeordneten, die Stromgewinnung aus Biomasse in der EEG-Novelle besser zu stellen, als dies im vorliegenden inakzeptablen Vorschlag geschehen sei.

Die Verbände setzen nun auf Initiativen aus dem Parlament, die von einigen Bundestagsabgeordneten bereits in Aussicht gestellt worden sind.

Source: dlz-Agrarmagazin und BOXER-Infodienst: Regenerative Energie vom 2003-11-07.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email