25 März 2004

Bayern: Zuschüsse für insektizidfreie Borkenkäfer-Bekämpfung

München – Ab sofort bekommen Waldbesitzer, die Borkenkäfer durch Entrinden, Häckseln oder Abfuhr ihres befallenen oder bruttauglichen Holzes bekämpfen, zwei Euro je Festmeter Holz vom Freistaat. Im Schutzwald gibt es dafür sechs Euro. Das hat Forstminister Josef Miller in München mitgeteilt. Voraussetzung ist, dass Besitzer von Privat- und Körperschaftswäldern auf den Einsatz von Insektenschutzmitteln verzichten. Die Förderung gilt rückwirkend ab 1. Januar, wenn die Förderbestimmungen erfüllt wurden.

Mit der Förderung bietet der Freistaat einen Anreiz für die vollständige Beseitigung oder Entrindung befallener Fichten und bruttauglicher Resthölzer sowie den Transport zum mindestens 500 Meter vom nächstgelegenen Nadelwald gelegenen Lagerplatz. Dies stellt die wirksamste Bekämpfungsmethode dar, um eine weitere Ausbreitung des Waldschädlings zu verhindern. Fragen zur Förderung beantworten die staatlichen Forstämter.

Miller hatte erst am Wochenende an die rund 700.000 bayerischen Waldbesitzer appelliert, in den nächsten Wochen ihre Fichtenwälder besonders intensiv auf Befall zu kontrollieren und den Borkenkäfer noch vor dem Ausschwärmen Mitte April zu bekämpfen. Unterstützung bei der Aufarbeitung des befallenen Holzes bekommen die Waldbesitzer von den staatlichen Forstämtern, den Forstbetriebsgemeinschaften und den Waldbesitzervereinigungen. Weitere Informationen stehen unter www.forst.bayern.de, Rubrik “Waldschutz”.

(Vgl. Meldung vom 2004-03-18.)

Source: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten vom 2004-03-24.

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