31 Oktober 2006

Bayern: Kräftiger Anstieg bei Bioenergie

Bei der Energiegewinnung aus Nachwachsenden Rohstoffen verzeichnet Bayern einen kräftigen Anstieg. Das teilte Landwirtschaftsminister Josef Miller unter Hinweis auf die amtliche Energiestatistik mit. Danach entfielen im Jahr 2003 4,4 Prozent des Primärenergieverbrauchs im Freistaat auf Biomasse.

Gegenüber dem Vorjahreswert (2002) mit vier Prozent entspricht dies einer Steigerung von zehn Prozent. Deutliche Zuwächse verzeichnen vor allem der Biomasseeinsatz in Biomasseheiz- und Heizkraftwerken, in Biogasanlagen und bei den biogenen Treibstoffen (vor allem Biodiesel) sowie der Einsatz von Holzpellets zur Wärmeerzeugung, der sich im Vergleich zum Jahr 2002 mit rund 44.000 Tonnen mehr als verdreifacht hat.

Miller: “Wir ernten jetzt die Früchte unserer Politik bei den Nachwachsenden Rohstoffen. Seit 1990 haben wir rund 216 Millionen Euro, davon rund 176 Millionen Euro Landesmittel, überwiegend in die Energieerzeugung aus Nachwachsenden Rohstoffen investiert.” Kein anderes Land setze sich auch nur annähernd so stark für Bioenergie ein.

Deutschlandweit liege der Biomasseanteil bei gut drei Prozent. Durch den energetischen Einsatz von Biomasse werden im Freistaat rechnerisch jährlich fast 2,5 Milliarden Liter Heizöl eingespart und rund 6,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden. Fast 60 Prozent der gesamten Bioenergie erbringen die Holzbrennstoffe. Landwirtschaftsminister Josef Miller: “Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Förderung Nachwachsender Rohstoffe bleibt auch künftig ein Kernziel bayerischer Agrarpolitik.”

Derzeit gibt es in Bayern rund 260 geförderte Biomasseheizwerke und -heizkraftwerke, 250 Klär- und Deponiegasanlagen, rund 1.300 landwirtschaftliche Biogasanlagen mit einer elektrischen Gesamtleistung von 230 Megawatt, 400 Tankstellen mit biogenen Treibstoffen, eine Produktionskapazität für rund 155.000 Tonnen Biodiesel pro Jahr sowie einen Absatz von Biodiesel von rund 310.000 Tonnen pro Jahr und 14.000 Tonnen Pflanzenölkraftstoff in 120 dezentralen Ölmühlen.

Source: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten vom 2006-10-29.

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