18 Februar 2005

Bayern: “Fütterungsversuche” für Biogasanlagen

Damit die vermehrte Nutzung von Biogas zur Stromerzeugung zu einer vielfältigen Kulturlandschaft beitragen kann, lässt Landwirtschaftsminister Josef Miller “Fütterungsversuche” für Biogasanlagen durchführen. Bei einem Besuch der Firma Schmack Biogas AG in Schwandorf sagte Miller, für einen langfristig stabilen Betrieb und die Ertragsoptimierung der Anlagen zeichnet sich ab, dass möglichst mehrere unterschiedliche Pflanzenarten eingesetzt werden sollen. Hierzu zählen z.B. neben energiereichen Maissorten auch Grünlandschnitt, Kleegras und Grünraps. Die Zugabe von Gülle in Biogasanlagen fördert die Betriebsstabilität. Diese “Fütterungsversuche” werden an der Landesanstalt für Landwirtschaft durchgeführt. Miller: “Es ist keineswegs so, dass ein Biogasanlagenbetreiber lediglich auf seinem Hof sitzt und nur zuzuschauen braucht, wie die Stromeinspeisevergütung auf sein Konto überwiesen wird. Er muss die Biogasanlage ebenso füttern wie früher seinen Tierbestand.”

Laut Miller führen die seit 1. August letzten Jahres erhöhten Vergütungssätze des Erneuerbare-Energie-Gesetzes zu einem deutlichen Aufschwung beim Bau von landwirtschaftlichen Biogasanlagen. Der Freistaat ist nach Angaben des Ministers heute schon führend: Mit 650 steht hier ein Drittel aller bundesdeutschen Anlagen. Weitere knapp 900 Anlagen sind in Planung oder bereits im Bau. Der Ausbau der Biogasnutzung bringt zudem auch einen wirtschaftlichen Impuls – bayerische Firmen haben sich mit ihren Hightech-Entwicklungen international einen hervorragenden Ruf erworben. Miller: “Die Biogastechnologie ist nichts anderes als die biologische Nutzung der Solarenergie.”

Source: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten vom 2005-02-17.

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