10 März 2008

Bayern: Förderung von Biomasseheizwerken bis 2010 fortgeführt

Zuschuss für Anlagen ab 500 Megawattstunden

Für den Bau von Biomasseheizwerken können ab sofort wieder Förderanträge gestellt werden. Das hat Landwirtschaftsminister Josef Miller in München mitgeteilt. Seinen Angaben zufolge sind nach dem Auslaufen der alten Förderrichtlinie zum Ende des vergangenen Jahres nun wieder die Voraussetzungen für eine finanzielle Unterstützung durch den Freistaat gegeben. “Wir setzen damit unsere erfolgreiche Strategie der Energienutzung aus Nachwachsenden Rohstoffen fort”, so der Minister.

Wie in den vergangenen Jahren fördert der Freistaat Biomasseheizwerke ab einem Jahresenergiebedarf von 500 Megawattstunden, was einem Heizölverbrauch von mindestens 50.000 Litern im Jahr entspricht. Der Förderzeitraum läuft laut Miller bis Ende 2010. Anträge können beim Technologie- und Förderzentrum in Straubing (TFZ) eingereicht werden.

Biomasseheizwerke werden nach Aussage des Ministers mit naturbelassenem Wald- und Restholz befeuert, das bei Waldpflege und Ernte anfällt. Das Holz wird dabei der Verrottung entzogen, bei der ebensoviel Kohlendioxid freigesetzt wird wie bei der Energienutzung. Der Anteil der Biomasse am Primärenergieverbrauch in Bayern liegt bei rund fünf Prozent. Damit nimmt der Freistaat deutschlandweit eine Spitzenstellung ein. Vor allem im Privatwald steckt laut Miller noch ein erhebliches Potenzial. Der Mobilisierung dieser Reserven durch die Forstbetriebsgemeinschaften komme daher große Bedeutung bei.

Durch Biomasse werden in Bayern jährlich rund sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart. Von 1990 bis 2007 hat die Staatsregierung insgesamt 226 Millionen Euro – davon rund 186 Millionen Euro allein aus Landesmitteln – in die Energieerzeugung aus Nachwachsenden Rohstoffen investiert.

Weitere Informationen
Informationen des TFZ zu Fördermöglichkeiten

(Vgl. Meldung vom 2006-02-24.)

Source: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten, Pressemitteilung, 2008-03-10.

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