22 August 2005

Bayern bei Biomasse unbestritten führend

Zur Pressekonferenz der Landtags-SPD

In Sachen Biomasse braucht die Staatsregierung keine Nachhilfe der Landtags-SPD. Denn die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: In keinem anderen Bundesland ist der Anteil der Biomasse am Primärenergieverbrauch so hoch wie in Bayern. Während der Bundesdurchschnitt bei etwas über zwei Prozent liegt, ist er im Freistaat mit vier Prozent rund doppelt so hoch. Durch Biomasse werden jährlich 2,3 Milliarden Liter Heizöl ersetzt. Das entspricht einer Schlange von Tanklastzügen von München bis Rom. Was noch wichtiger ist: Es werden dadurch rund sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Die Staatsregierung hat bereits frühzeitig erkannt, welches Potenzial in den Nachwachsenden Rohstoffen steckt und diese mit großem Einsatz gefördert. So wurden in den Jahren 1990 bis 2004 insgesamt 209 Millionen Euro – über 170 Millionen Euro davon allein aus Landesmitteln – vor allem in die Energieerzeugung aus Nachwachsenden Rohstoffen investiert. Bayern nimmt auch hierbei deutschlandweit die Spitzenstellung ein.

Bundesweit herausragende Initiativen wurden von Bayern auf den Weg gebracht: Das “Aktionsprogramm Biogas”, die Schaffung einer Ausbildung zum Fachagrarwirt “Erneuerbare Energien – Biomasse” und der weitere Ausbau des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing dokumentieren den hohen Stellenwert, den die Staatsregierung dem Thema beimisst. Aufgrund der steigenden Preise für Öl und Gas rechnet sich der Einsatz von Biomasse immer mehr. Dadurch kann die Förderung, etwa für Biomasseheizwerke, Zug um Zug reduziert werden. Denn langfristig sollen sich die Nachwachsenden Rohstoffe ohne Dauersubvention am Markt behaupten. Wie die SPD daraus ein Versäumnis der Staatsregierung konstruieren will, bleibt deshalb allein ihr Geheimnis.

(Vgl. Meldungen vom 2005-08-01, 2005-08-11 und 2005-06-30.)

Source: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten vom 2005-08-19.

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