5 September 2005

Bayern: 1,2 Millionen Euro für zehn neue Biomasseheizwerke

Der Freistaat baut seine bundesweit führende Rolle bei der Nutzung von Bioenergie weiter aus: Landwirtschaftsminister Josef Miller hat jetzt die Förderung von zehn neuen Biomasseheizwerken bekannt gegeben. Rund 1,2 Millionen Euro, davon die Hälfte aus EU-Mitteln, werden vom Freistaat investiert.

Um öffentliche, private und gewerbliche Gebäude mit umweltfreundlicher Wärme zu versorgen, entstehen Anlagen in Bad Windsheim (Lkr. Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim), Dießen (Lkr. Landsberg a. Lech), Freilassing (Lkr. Berchtesgadener Land), Günzburg, Herrieden (Lkr. Ansbach), Illschwang (Lkr. Amberg-Sulzbach), Kötzting (Lkr. Cham), Miesbach, Nüdlingen (Lkr. Bad Kissingen) und Ofterschwang (Lkr. Oberallgäu). Sie werden mit naturbelassenem Wald- und Restholz aus der Region befeuert.

Miller bezeichnete die Projekte als “Musterbeispiele für vorausschauende Klima und Ressourcen schonende Energieversorgung”. Angesichts knapper werdender fossiler Brennstoffe und der Treibhausproblematik werde die energetische Nutzung Nachwachsender Rohstoffe immer wichtiger. Landesweit gibt es 246 geförderte Biomasseheizwerke und -heizkraftwerke.

In keinem anderen Bundesland ist der Anteil der Biomasse am Primär-energieverbrauch so hoch wie in Bayern, betonte Miller. Im Bundesdurchschnitt liegt er bei rund zwei Prozent, im Freistaat bei vier Prozent. Bioenergie ersetzt jährlich 2,3 Milliarden Liter Heizöl – das entspricht einer Tanklastzug-Kolonne von München bis Rom. Eingespart werden dadurch rund sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid im Freistaat.

Bundesweit Spitzenreiter ist Bayern auch bei der Förderung von Biomasse: Von 1990 bis 2004 flossen 209 Millionen Euro, davon über 170 Millionen Euro allein aus Landesmitteln, in Energie-Projekte. Dies ist laut Miller auch ein wichtiges agrarpolitisches Ziel. Denn die Rohstoffe liefern Bauern und Waldbesitzer. Sie erschließen sich damit eine zusätzliche Einkommensquelle zur Existenzsicherung.

(Vgl. Meldung vom 2005-08-22.)

Source: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten vom 2005-09-04.

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