24 November 2011

Bayerische Wirtschaft profitiert von nachhaltiger Industrieproduktion

Netzwerkorganisationen informieren CSU-Fraktion über eine "Biologisierung der Industrie"

Bei knapper werdenden Rohstoff- und Energiequellen benötigt die erdölbasierte Industrie Alternativen. Lösungen bietet die Verwertung nachwachsender Rohstoffe. Landwirtschaftliche Nutz- und Reststoffe wandelt die Chemische Industrie mit Verfahren der Industriellen Biotechnologie in innovative Produkte um. Davon profitiert die bayerische Industrie sowie die Landwirtschaft – und die Umwelt. Um über diese Themen zu informieren, veranstalteten die BioM WB GmbH, Chemie-Cluster Bayern und Cluster Nachwachsende Rohstoffe Straubing am 23. November einen Parlamentarischen Abend mit der CSU-Landtagsfraktion unter dem Motto ‘Biologisierung der Industrie’. “Erdöl ist ein Stoff, der viel zu schade zum Verbrennen ist”, betonte Renate Dodell, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende in ihrem Grußwort. Nach ihrer Einschätzung kann die Weiße Biotechnologie “eine der volkswirtschaftlich tragenden Technologien dieses Jahrhunderts werden.”

“Die Weiße Biotechnologie versetzt uns in die Lage, sehr effizient und umweltschonend zu neuen Produkten mit hohem Wertschöpfungspotenzial zu kommen. Und sie hat das Potenzial, fossile Grundstoffe wie Erdöl und Erdgas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu ersetzen”, so Dr. Wilhelm Sittenthaler, Vorstandsmitglied der Wacker Chemie AG, in seiner Rede. In weiteren Impulsvorträgen erläuterten Dr. Günter von Au, Vorstandsvorsitzender Süd-Chemie AG, und Dr. Reiner Hengstmann, Puma Global Director Safe Supply Chain, ebenfalls die Relevanz der verstärkten Nutzung nachwachsender Rohstoffe und neuer Materialien, die mit Hilfe der Biotechnologie hergestellt werden.

Zuvor besichtigten die Landtagsabgeordneten den Münchner Forschungsstandort der Süd-Chemie AG. Hier demonstrierte ihnen der Leiter der strategischen Forschung und Entwicklung, Dr. Andre Koltermann, eindrücklich, wie nachhaltige biotechnologische Verfahren Agrarreststoffe in Kraftstoffe oder Basischemikalien umwandeln.

Hintergrund
Nachwachsende Rohstoffe und biogene Reststoffe aus diversen Prozessen sind Basis für die Biologisierung der Industrie. Aus solchen Materialien werden mittels Methoden der Industriellen Biotechnologie (= Weiße Biotechnologie) Wertstoffe für die Industrie hergestellt. Aufgrund der knapper werdenden Erdölvorräte und der steigenden Rohölpreise werden biogene Rohstoffe insbesondere für die Chemische Industrie künftig immer wichtiger (Grüne Chemie). Die Cluster Nachwachsende Rohstoffe, BioM WB und Chemie-Cluster Bayern kooperieren bereits erfolgreich und erschließen mit dieser strategischen Allianz entlang der Wertschöpfungskette für biogene Rohstoffe die enormen Entwicklungspotentiale für Bayerische Unternehmen im Bereich der Bio-Ökonomie.

Über das Cluster Nachwachsende Rohstoffe
Das Cluster Nachwachsende Rohstoffe moderiert ein Netzwerk von Unternehmen und wissenschaftlichen Institutionen, welche sich mit der stofflichen wie energetischen Verwertung von Nachwachsenden Rohstoffen beschäftigen. Ziel ist es, Clusterpartner bei Entwicklungsvorhaben bis hin zur unternehmerischen Umsetzung neuer Technologien zu unterstützen.

Über die BioM WB GmbH
Die BioM WB GmbH ist die Managementorganisation eines interdisziplinären Kompetenznetzwerkes der Industriellen Biotechnologie mit Mitgliedern aus der Großindustrie, mittelständischen Unternehmen (KMU) und Akademie. Die BioM WB unterstützt das Netzwerk in allen Belangen des Technologietransfers und der Öffentlichkeitsarbeit, fördert die internationale Sichtbarkeit der Netzwerkmitglieder und sucht den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern.

Über das Chemie-Cluster Bayern
Im Chemie-Cluster Bayern vernetzen sich über 220 Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen der bayerischen Chemie. Im Rahmen der Cluster-Offensive der bayerischen Landesregierung fördert das Chemie-Cluster Bayern Produkt- und Prozessinnovationen für neue Märkte und Anwendungen.

Source: Chemie-Cluster Bayern, Pressemitteilung, 2011-11-24.

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