21 Februar 2003

BAW-Folie aus Stärke, Flachsfasern und Salzsäure

"Jugend forscht" in Nagold - Erfolgskurs programmiert

Der Regionalwettbewerb von “Jugend forscht” in der Nagolder Stadthalle (Nordschwarzwald) wartete zum fünften Mal mit teilweise humorigen Ergebnissen auf.

So trat der 13-jährige Alexander Steinhart, Schüler der GHWRS Dettingen im Themenbereich Biologie an. Er versuchte sich an einem ökologisch verträglichen Schutzmittel für Tomatenpflanzen und Pfirsichbäume gegen sauren Regen und machte dabei die Erfahrung, dass Sonnenblumenöl sich hier nicht allzu geeignet zeigt, weil es die Pflanzenporen verschließt. Hoffnungen machten ihm jedoch Leinöl und Bienenwachs – bis sein Nachbar ihn darauf hinwies, dass auch mit Wasser verdünnte Brennesseljauche den gleichen Zweck erfüllt, wenn man die Pflanzen einmal wöchentlich damit gießt.

Etwas spektakulärer fiel das Ergebnis der drei Jungforscher Andreas Albrecht, Tobias Eschenfelder und Bruno Vincze vom Martin-Gerbert-Gymnasiums (Horb) aus, die eine Folie präsentierten, die komplett biologisch abbaubar ist. Per Do-it-yourself-Rezept aus dem Internet hatten die Tüftler zunächst aus Stärke, Natronlauge, Glycerin und Salzsäure eine Folie produziert, deren Reißfestigkeit allerdings noch zu wünschen übrig ließ. Mit zugesetzten Flachsfasern hatten die Schüler schließlich Erfolg: es entstand eine umweltfreundliche und dabei reißfeste Folie.

(Vgl. Meldungen vom 2002-05-28-05 und 2002-03-02.)

Source: Schwarzwälder Bote vom 2003-02-20.

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