10 Juli 2002

Baumwolltapete: Naturstoffe nutzen, wie es die alten Römer taten

Quedlinburger verschönert Wände mit Baumwolltapeten

Lobotap – Nahtlos- und Flüssigtapeten, 1994 von Thomas Wolf gegründet, ist eine Quedlinburger Firma, die Tapeten mit Naturfaserbestandteilen verarbeitet.

Mit Baumwolltapeten kam er zum ersten Mal in einem Hotelneubau in Berührung “und war begeistert”, erinnert sich Thomas Wolf. Nach einigen fachlichen und betriebswirtschaftlichen Lehrgängen war der Weg offen, diese Naturfasertapeten zu vermarkten.

Mit einer speziellen Spritz- und Spachteltechnik wird die Baumwolltapete an Wand oder Decke aufgetragen. Die Vielfalt der Farben und unterschiedlichen Dekore ist enorm. Insgesamt habe diese Art der Wandverkleidung viele Vorteile: “Sie ist atmungsaktiv, nimmt keinen Staub auf, ist geruchlos und regelt die Luftfeuchtigkeit”, weiß Wolf zu berichten. So ist die Tapete auch in feuchten Räumen, wie zum Beispiel im Bad, einsetzbar. Baumwolltapete sei übrigens nichts Neues, erklärt er weiter. Schon die alten Römer haben aus Mehl, Wasser und Baumwolle eine Masse hergestellt, die sie dann mit einem Brett an die Wand gebracht haben.

Die Auftragslage sei zufriedenstellend. Allein durch Mund-zu-Mund-Propaganda sei ein 14-Stunden-Tag keine Seltenheit. Ist ein Kunde an seiner Arbeit interessiert, fährt Thomas Wolf zur Beratung und Angebotserstellung direkt vor Ort. “Ich habe eine Präsentationsmappe, in der sich der Kunde Dekor und Farben aussuchen kann. Auf Wunsch stelle ich für ihn auch andere Farben zusammen”, erklärt er. Zur Zeit seien gerade Terracottafarben im Trend. Auch herkömmliche Rauhfaser kann von Wolf an die Wand gespritzt werden. “Ich hoffe, es läuft in Zukunft genauso gut wie bisher. Vielleicht kann ich irgendwann mal eigene Kreationen herstellen”, hofft er zuversichtlich.

Informationen über Telefon 039 46/70 04 47.

(Vgl. Meldung vom 2002-04-02.)

Source: mz-web.de vom 2002-07-08.

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