16 Mai 2002

Baumaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen

Vorurteile und Hemmnisse abbauen

In Deutschland werden jährlich über 30 Millionen cbm Dämmstoffe verbaut. Nur knapp zehn Prozent davon sind allerdings solche auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen, obwohl die Vorteile von Holz, Flachs, Hanf, Kokos, Kork und Schafwolle (und das sind bei weitem nicht alle) auf der Hand liegen: nahezu geschlossene Kohlendioxid-Kreisläufe, Reduzierung des Treibhauseffekts, ökologische und ökotoxikologische Unbedenklichkeit, biologische Abbaubarkeit, Schonung endlicher Ressourcen, geringe Sicherheitsrisiken, kurze Transportwege u.a. mehr. Auf Initiative des Kompetenzzentrums Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen (KNR) trafen sich deshalb Vertreter der großen ökologisch ausgerichteten Handelsorganisationen, Produzenten und Verbände Ende April in Münster um Marketingstrategien für den Einsatz von natürlichen Bauprodukten zu entwickeln.

Problematisch sind dabei die zum Teil bestehenden Preisdifferenzen zu konventionellen Baustoffen. Hier sahen sich die Vertreter der Branche selbst in der Pflicht, aktiv zu werden, vor allem, um den Mehrnutzen der natürlichen Baustoffe zu vermitteln. Die Politik wurde aufgefordert, Benachteiligungen bei der Normung entgegen zu wirken und Hemmnisse beim Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen in öffentlichen Ausschreibungen abzubauen.

Kontakt und Information unter http://www.knr-muenster.de.

© aid 2002

Source: AID Pressemitteilung - Ausgabe Nr. 20/02 vom 2002-05-16.

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