12 Mai 2003

Bau des Biokraftwerks Schleswig

Neuartig ist die hohe Flexibilität des Biokraftwerks in der Verwertung des gewonnenen Biogases. Neben der Verstromung und Wärmegewinnung in Blockheizkraftwerken ermöglicht eine Gasaufbereitungsanlage auch die Aufbereitung eines großen Teils des Biogases zu Erdgasqualität. Es ist unter anderem geplant, dieses sogenannte „GreenGas“ als Treibstoff für auf Gasbetrieb umgerüstete Busse des lokalen Personennahverkehrs und weitere Kraftfahrzeuge einzusetzen. Die Verwendung von Gas als Treibstoff hat nicht zuletzt aufgrund der Preisentwicklung für die herkömmlichen, mineralölbasierten Treibstoffe in den letzten Jahren stark zugenommen. Für die Zukunft wird erwartet, dass sich immer mehr private Fahrzeughalter für einen im Verbrauch günstigen und ökologisch sinnvollen Gasmotor entscheiden.

Auch die Automobilbranche stellt sich verstärkt auf diesen Trend ein. So bieten einige Hersteller bereits Fahrzeuge mit Gas-/Benzinmotor (Bifuel) an, andere werden noch im laufenden Jahr ihre Angebotspalette um gasmotorbetriebene Serienmodelle erweitern. Eine weitere Verwendungsmöglichkeit für „GreenGas“ ergibt sich aus der ebenfalls geplanten Einspeisung des aufbereiteten Gases in das Erdgasnetz.

Daneben ist der Absatz der am Standort gewonnenen Wärmeenergie zum größten Teil bereits vertraglich gesichert. Der ebenfalls regenerativ erzeugte Strom wird zu den Konditionen des EEG (Erneuerbare-Energie-Gesetz) in das lokale Stromnetz eingespeist. Die Anlage erlaubt somit eine in hohem Maße flexible Verwertung des Biogases, je nachdem welche Verwendung (Strom, Wärme, „GreenGas“) wirtschaftlich den größten Erfolg verspricht.

Aufgrund der in Deutschland erstmals angewendeten großtechnischen Aufbereitung von Biogas zu einem Erdgassubstitut wird das Projekt von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) aus Mitteln des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft gefördert.

Mit dem Bau der Referenzanlage bestätigt farmatic ihr führendes Know-how im Biogas-Sektor und beweist, dass auch in dem aktuell schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld zukunftsweisende und gleichzeitig nachhaltig wirtschaftliche Projekte umgesetzt werden können.

Zum Unternehmen:
Die farmatic biotech energy ag mit Sitz in Nortorf zählt zu den führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Entwicklung, Planung und Errichtung mittlerer und großer industriell betriebener BioKraftwerke zur Verwertung organischer Reststoffe und zur Erzeugung regenerativer Energie. Dabei profitiert die Gesellschaft von den positiven politischen Rahmenbedingungen in großen Teilen Europas und der in vielen Wirtschaftsektoren bestehenden Notwendigkeit zur zukünftigen Anwendung der Biogas-Technologie. Die Aktie der farmatic biotech energy ag (ISIN DE0006051923) ist im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Für Rückfragen und weitere Informationen:
Vibeke Dons (Unternehmenskommunikation)
farmatic biotech energy ag
Kolberger Strasse 13
D-24589 Nortorf
Tel.: +49-(0)4392)-9177-200
Fax: +49-(0)4392)-9177-197
E-Mail: dons@farmatic.com
Internet: www.farmatic.com

(Vgl. Meldung vom 2002-11-12.)

Source: Pressemitteilung der farmatic biotech energy ag vom 2003-04-14.

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