5 Juni 2020

BASF und Red Avenue New Materials Group kooperieren bei Produktion von zertifiziert kompostierbarem Copolyester (PBAT) in China

Neue PBAT-Produktionsanlage mit einer Kapazität von 60.000 Tonnen geplant

BASF und Red Avenue New Materials Group haben eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der Red Avenue New Materials Group die Lizenz zur Herstellung und zum Verkauf von zertifiziert kompostierbarem aliphatisch-aromatischen Copolyester (PBAT) gemäß den hohen Qualitätsstandards der BASF erhält. 

Red Avenue New Materials Group wird in Shanghai eine PBAT-Produktionsanlage mit einer Kapazität von 60.000 Tonnen bauen. Die Anlage nutzt die Prozesstechnologie der BASF, die im Gegenzug Zugang zu Rohstoff aus dieser Anlage erhält. Diesen Rohstoff wird BASF unter dem Namen ecoflex® verkaufen. Die Produktion im neuen Werk beginnt 2022 und soll den Biopolymer-Markt versorgen.

Es wird erwartet, dass der weltweite Markt für zertifiziert kompostierbare und biobasierte Kunststoffe um etwa 15 Prozent pro Jahr wächst. Angesichts neuer Gesetze und Vorschriften in vielen Ländern, die die Verwendung von kompostierbaren Materialien in Verpackungen, landwirtschaftlichen Mulchfolien sowie Tütenanwendungen erfordern, wird mit einer weiteren positiven Marktentwicklung gerechnet.

„Mit unserem erfolgreichen Biopolyester ecoflex® und dem innovativen ecovio® haben wir bereits heute einen beträchtlichen Anteil an diesem Wachstumsmarkt. Die zusätzlich verfügbaren PBAT-Kapazitäten werden unsere Position deutlich stärken“, sagt Olivier Ubrich, Leiter des globalen Geschäftsbereichs Spezialpolymere der BASF. „Red Avenue engagiert sich sehr bei der Erschließung des chinesischen Marktes und verfügt über das entsprechende Netzwerk. Sie haben einen strategisch interessanten Standort und pflegen schon lange eine gute Beziehung zu BASF. Das alles sind Gründe für uns, das Unternehmen zu unserem bevorzugten Partner zu machen. Mit dieser Kooperation können wir die Bedürfnisse unserer Kunden noch besser erfüllen und flexibel liefern.“

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Das BASF-Biopolymer ecoflex® wurde 1998 auf den Markt gebracht und ist gemäß DIN EN 13432 und ASTM D6400 als kompostierbar zertifiziert. Als Blend mit anderen nachwachsenden Rohstoffen wird es zu ecovio® kompoundiert, dem zertifiziert kompostierbaren Biopolymer der BASF.

Gemäß ihres Konzepts „Materialien für einen besseren Planeten“ hat sich Red Avenue New Materials Group die nachhaltige, innovative und verantwortungsvolle Entwicklung von neuen Materialien als Unternehmensziel gesetzt.

Zhou Jianhui, Leiter von Red Avenue New Materials Group, sagt: “Als ein Unternehmen mit großem Verantwortungsbewußtsein für die Gesellschaft wollen wir diese neue Industrie entlang unserer ganzen Wertschöpfungskette unterstützen, und dabei auch dazu beitragen, die globalen Umweltprobleme zu lösen. Wir sind stolz, mit BASF bei der Herstellung von neuen Materialien mittels innovativer Produktionstechnik zusammenzuarbeiten. Da sich durch neues Konsum- und Kaufverhalten im Internet schnell wachsende Geschäftsmöglichkeiten für diese hochentwickelten Materialien ergeben, wollen wir zusammen den PBAT-Markt in China ausbauen und diese neue Industrie voranbringen.“

Das BASF-Biopolymer ecoflex® wurde 1998 auf den Markt gebracht und ist gemäß DIN EN 13432 und ASTM D6400 als kompostierbar zertifiziert. Als Blend mit anderen nachwachsenden Rohstoffen wird es zu ecovio® kompoundiert, dem zertifiziert kompostierbaren Biopolymer der BASF. Aufgrund des Anteils an nachwachsenden Rohstoffen ist ecovio® teilweise biobasiert. Typische Anwendungen von ecovio® sind Bioabfallbeutel, Frischhaltefolien, Obst- und Gemüsetüten sowie landwirtschaftliche Mulchfolien und Lebensmittelverpackungen.

Studien belegen die Vorteile von ecovio® bei der Herstellung, Verpackung und Haltbarkeit sowie der Abfallsammlung von Lebensmitteln. Diese Vorteile beruhen auf der zertifiziert biologischen Abbaubarkeit des Materials in der industriellen und der Heim-Kompostierung sowie im Boden: Lebensmittelabfälle werden verringert, Nährstoffe durch größere Kompostmengen dem Boden zurückgeführt und die Anreicherung von Kunststoffen im Boden vermieden. Dadurch wird der Nährstoffkreislauf im Sinne der Kreislaufwirtschaft geschlossen.

Source: BASF SE, Pressemitteilung, 2020-05-28.

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