18 Januar 2011

BASF Plant Science: Amflora-Anbau soll ausgedehnt werden

Ergebnisse der Anbau-Planung will das Unternehmen in rund zwei Wochen bekannt geben

Nach den jüngsten widersprüchlichen Aussagen zum weiteren Anbau der Amflora-Kartoffel auf dem bisherigen Versuchsfeld in Mecklenburg-Vorpommern ist derzeit offenbar unklar, wie bzw. ob es dort mit der gentechnisch veränderten (gv-) Stärkekartoffel weiter geht.

Wie ein Sprecher von BASF Plant Science am Mittwoch im Gespräch mit Dow Jones News erläuterte, befindet sich das Biotechnologie-Unternehmen zurzeit in der Planung des weiteren Anbaus von Amflora und führt dazu Gespräche mit mehreren möglichen Partnern. Dies bedeute im Umkehrschluss, dass der Anbau nicht zwangsweise am bisherigen Standort Gut Bütow im mecklenburg-vorpommerschen Zepkow fortgesetzt werden müsse, bestätigte der Sprecher.

Laut BASF soll die Amflora-Kartoffel in diesem Jahr in Tschechien, Schweden und in Deutschland angebaut werden. Die Ergebnisse der Anbau-Planung will das Unternehmen nach Angaben seines Sprechers in rund zwei Wochen bekannt geben.

Zu der aktuellen Hängepartie hierzulande war es gekommen, nachdem von Gut Bütow die Kooperationsvereinbarung mit der BASF-Tochter zunächst nicht verlängert worden war. Dies hatte ein BASF-Sprecher seinerzeit so bestätigt. Zwischenzeitlich dementierte jedoch der Geschäftsführer von Gut Bütow, Karl-Heinrich Niehoff, sein Unternehmen habe die Verträge mit BASF Plant Science gekündigt. Auch dies sei von BASF verifiziert worden, berichtet der Internetdienst transgen. Eine Stellungnahme zu den Vorgängen lehnte Niehoff auf Anfrage von Dow Jones News jetzt ab.

Gut Bütow, der bisher einzige Anbau-Standort mit Amflora-Kartoffeln in Deutschland, baute die gv-Knolle 2010 auf 14 ha an. Der größte Teil der Ernte wurde als Pflanzkartoffeln eingelagert und soll 2011 erneut in den Boden kommen.

Source: Dow Jones news, 2011-01-14.

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