25 März 2015

BASF optimiert zusammen mit acht Partnern Verfahren für die Herstellung von Produkten auf Basis nachwachsender Rohstoffe

Unternehmenskonsortium will Potenzial von Produkten auf Basis nachwachsender Rohstoffe erschließen

  • PRODIAS (PROcessing Diluted Aqueous Systems) fördert Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Prozessindustrie
  • Ziel ist, die Herstellungskosten für Produkte auf Basis nachwachsender Rohstoffe zu verringern durch eine verbesserte Effizienz beim Rohstoffeinsatz und bei den Herstellungsverfahren
  • Projektförderung von 10 Millionen € durch die Europäische Union – Gesamtbudget liegt bei etwa 14 Millionen €

Ein Zusammenschluss von Unternehmen der Europäischen Prozessindustrie aus den Bereichen Biotechnologie, nachwachsende Rohstoffe, Chemie, Verfahrenstechnik, Maschinen- und Apparatebau sowie Forschungsorganisationen haben kürzlich das Projekt PRODIAS (PROcessing Diluted Aqueous Systems; auf Deutsch: Verarbeitung verdünnter wässriger Systeme) gestartet. Das Projekt konzentriert sich darauf, das Potenzial von Produkten auf Basis nachwachsender Rohstoffe – hergestellt mithilfe der Weißen Biotechnologie – durch eine signifikante Verringerung der Herstellungskosten, Erhöhung der Produktivität und Effizienz, Verringerung des Energieverbrauchs sowie Beschleunigung der Verfahrensentwicklung zu erschließen.

Unter der Leitung von BASF werden die Partner Cargill Haubourdin/Frankreich, Universität Kaiserslautern/Deutschland, Imperial College London/Großbritannien, Alfa Laval/Schweden, GEA Messo PT/Niederlande, Xendo/Niederlande, UPM/Finnland und Enviplan/Deutschland zusammenarbeiten, um kosten- und energieeffiziente Technologien für die Produktgewinnung und Aufreinigung sowie die Abtrennung von Wasser zu entwickeln. Diese Technologien sollen helfen, den Herstellungsprozess von Produkten der Weißen Biotechnologie zu optimieren.

Produkte auf Basis nachwachsender Rohstoffe, die durch den Einsatz biotechnologischer Methoden wie Fermentation oder Biokatalyse gewonnen werden, sind meist Teil eines komplexen verdünnten, wässrigen Gemischs, aus dem diese gereinigt werden müssen. Dazu gehört die Entfernung großer Wassermengen, was die nachgelagerten Verfahrensschritte energieintensiv macht und oft viele komplexe, aufeinander folgende Trennungsschritte erfordert und somit die Wettbewerbsfähigkeit von Produkten auf Basis nachwachsender Rohstoffe negativ beeinflusst. Oft kommen Verfahrensmethoden zum Einsatz, die für die Chemieproduktion entwickelt wurden und unzureichend an biotechnologische Prozesse angepasst sind.

PRODIAS hat das Ziel, diesen Herausforderungen zu begegnen, indem es kostengünstige und auf nachwachsende Rohstoffe angepasste Separations- und Reinigungstechnologien für die Produktionsprozesse in der Weißen Biotechnologie entwickelt und implementiert. Der Schwerpunkt ist, Separationstechnologien an die Bedürfnisse der Produkte aus der Weißen Biotechnologie anzupassen und neue Hybridsysteme zu entwickeln, die individuelle Vorteile wie etwa Selektivität und Energieeffizienz kombinieren. Die Bioreaktionen (Fermentationen) und Biokatalysen, durch die die Wertprodukte hergestellt werden, sind Gegenstand von Veränderungen und Optimierungen mit dem Ziel, effizientere und ressourcensparende nachgelagerte Verfahrensschritte zu ermöglichen.

Bei einem Gesamtbudget von etwa 14 Millionen € wird das Projekt von der Europäischen Union mit 10 Millionen € gefördert. Die EU-Förderung des Projekts PRODIAS wurde durch die öffentlich-private Partnerschaft mit SPIRE (Sustainable Process Industry through Resource and Energy Efficiency; auf Deutsch: Nachhaltige Prozessindustrie durch Ressourcen- und Energieeffizienz) ermöglicht. SPIRE wiederum ist Teil von Horizon 2020, dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, das von 2014 bis 2020 läuft und ein Budget von 80 Milliarden € umfasst. Zusammen mit der Industrie wird die EU in innovative Technologien für nachhaltige Prozesse investieren.

 

Weiße Biotechnologie bei BASF

Weiße Biotechnologie ist für BASF eine Schlüsseltechnologie. Sie hat das Potenzial, Produkte im Vergleich zu herkömmlichen chemischen Prozessen effizienter herzustellen. Oft können mit biotechnologischen Verfahren völlig neue Produkte entwickelt und hergestellt werden, die über klassische Syntheseansätze nicht möglich sind. BASF nutzt die biotechnologischen Verfahren Fermentation und Biokatalyse dazu, Produkte wie beispielsweise Vitamine, Enzyme und chirale Zwischenprodukte herzustellen.

Über BASF

BASF steht für Chemie, die verbindet – seit nunmehr 150 Jahren. Unser Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Öl und Gas. Als das weltweit führende Chemieunternehmen verbinden wir wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit Forschung und Innovation unterstützen wir unsere Kunden in nahezu allen Branchen, heute und in Zukunft die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Unsere Produkte und Lösungen tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen, Ernährung zu sichern und die Lebensqualität zu verbessern. Den Beitrag der BASF haben wir in unserem Unternehmenszweck zusammengefasst: We create chemistry for a sustainable future. BASF erzielte 2014 einen Umsatz von über 74 Milliarden € und beschäftigte am Jahresende rund 113.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN).

Source: BASF, Pressemitteilung, 2015-03-18.

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