14 November 2005

BASF: Mit Innovationen profitables Wachstum schaffen

Großkonzern stellt für 2006 in drei Wachstumsclustern mehr als 500 Mio. für Nachwachsende Rohstoffe bereit

BASF erhöht Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Jahr 2006 auf 1.150 Millionen Euro – 180 zusätzliche Stellen für Wissenschaftler im weltweiten Forschungsverbund des Unternehmens. Wichtige Zukunftsthemen werden in fünf Wachstumsclustern gebündelt und ausgebaut

Im “Wachstumscluster Rohstoffwandel” identifizieren BASF-Experten interessante Verfahren zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe und bewerten diese Prozesse unter technologischen, ökonomischen und ökologischen Gesichtpunkten. Die wichtigsten Ausgangsstoffe für die Mehrzahl der Wertschöpfungsketten in der chemischen Industrie sind heute Olefine und Aromaten, die hauptsächlich durch Steamcracken von Naphtha erzeugt werden. Als alternativer Rohstoff kommt aber auch Erdgas in Betracht, da eine flächendeckende Umstellung der Chemieproduktion auf nachwachsende Rohstoffe mittelfristig unmöglich ist. Für Einzelanwendungen können nachwachsende Rohstoffe allerdings bereits heute eine wettbewerbsfähige Alternative sein. Für die Forschungsarbeiten im “Wachstumscluster Rohstoffwandel” stehen in den Jahren 2006 bis 2008 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit dem Ausbau der Forschungsarbeiten im “Wachstumscluster Weiße Biotechnologie” setzt die BASF ihre breite Expertise in der Enzymkatalyse und der fermentativen Herstellung von Aminosäuren und Vitaminen ein, um neue Produkte und Verfahren auch außerhalb der bisherigen Schwerpunkte Feinchemie und Zwischenprodukte zu erarbeiten. In diese Erweiterung eingeschlossen sind auch Aktivitäten, die auf die Verbreiterung der Rohstoffbasis für fermentative Verfahren abzielen sowie die Erarbeitung von Verfahren zur Herstellung von Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen. Im Jahr 2004 hat die BASF mit Produkten, die ganz oder teilweise mit biotechnologischen Verfahren hergestellt werden, einen Umsatz von knapp 500 Millionen Euro erzielt. Für die Forschungsarbeiten im “Wachstumscluster Weiße Biotechnologie” stehen in den Jahren 2006 bis 2008 150 Millionen Euro zur Verfügung.

Im “Wachstumscluster Pflanzenbiotechnologie” verfolgt die BASF das Ziel, bis zum Jahr 2010 eines der weltweit führenden Unternehmen auf diesem Arbeitsgebiet zu sein. Die BASF Plant Science, ein seit 1998 bestehender internationaler Forschungs- und Technologieverbund mit sieben Standorten in vier Ländern in Europa und Nordamerika, entwickelt Pflanzen für eine effizientere Landwirtschaft, für eine gesündere Ernährung sowie als “grüne Fabriken” zur Erzeugung von nachwachsenden Rohstoffen. Dabei geht es beispielsweise um ernährungsphysiologisch wertvolle Ölpflanzen mit einem erhöhten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren oder eine Kartoffel mit veränderter Stärkezusammensetzung für den Einsatz in der Papier-, Textil- und Klebstoffindustrie. Mit solchen so genannten Output Traits, die auch dem Konsumenten oder Weiterverarbeiter einen erkennbaren Nutzen bieten, wird sich der Siegeszug der Pflanzenbiotechnologie weiter beschleunigen und ihre gesellschaftliche Akzeptanz wachsen. Für Forschungsarbeiten im “Wachstumscluster Pflanzenbiotechnologie” sind von 2006 bis 2008 270 Millionen Euro eingeplant.

Source: UMTS-report vom 2005-11-14.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email