11 Februar 2004

Bangladesch: Abbau von 2.700 Arbeitsplätzen in Jute-Industrie

Staatliche Betriebe sollen wieder wettbewerbsfähig werden

Dhaka – Wie die Austria Presse Agentur (APA) berichtet, will die Regierung in Bangladesch bis Ende Februar 2.741 Beschäftigte in der Jute-Industrie ihres Landes entlassen. In insgesamt 22 staatlich geführten Fabriken würden die Arbeitsplätze gestrichen, gab laut APA der zuständige Staatsminister, Lutfar Rahman Khan Azad, der englischsprachigen Zeitung “News Today” (Montagsausgabe) an. Durch diesen Schritt hoffe man, die Produktionsstätten, die seit Jahren rote Zahlen schrieben, wieder wettbewerbsfähig zu machen.

Der Jute-Export habe mit der wachsenden Konkurrenz durch Synthetikfasern in den vergangenen Jahren auf dem internationalen Markt gewaltige Einbußen zu verzeichnen. Auch der Druck internationaler Investoren zwinge Bangladesch, seine Ausgaben im öffentlichen Sektor deutlich zu reduzieren, um weitere Subventionszusagen zu erhalten. Neben der Jute-Industrie seien auch die Bereiche Stahl und Textilien betroffen, worin die Staatsproduktion ebenso stark vertreten ist.

(Vgl. Meldung vom 2002-07-04.)

Source: Tiroler Tageszeitung online vom 2004-02-10.

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