8 Juli 2016

AVA-CO2: Die Zukunft der Klärschlammverwertung

Hydrothermale Carbonisierung macht Phosphor-Rückgewinnung effizienter und ökonomischer gegenüber klassischen Rückgewinnungsverfahren

Rund 138.000 Besucher aus mehr als 170 Ländern kamen vom 30. Mai bis 3. Juni 2016 zur Jubiläumsausgabe der IFAT nach München. Insgesamt präsentierten 3.097 Aussteller ihre Innovationen und Neuheiten für den Umwelttechnologiesektor. Die AVA-CO2 Schweiz AG informierte als einziges Unternehmen über den Stand der industriellen Umsetzung der Hydrothermalen Carbonisierung (HTC) und der HTC-basierten Phosphor-Rückgewinnung zur effektiven Nutzbarmachung von Klärschlamm.

Die IFAT ist ein fester Termin im Kalender der globalen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft – so auch bei der AVA-CO2 Schweiz AG. Das Unternehmen aus dem Herzen Europas präsentierte, was zukünftig mit dem Klärschlamm in der Welt geschehen könnte: Es wird in einen braunkohleartigen, CO2-neutralen  Brennstoff umgewandelt, die sogenannte HTC-Kohle. Im gleichen Prozess wird der wertvolle Phosphor durch eine innovative Lösung zurückgewonnen. Die Technologie kann somit in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduktion und zum Umweltschutz leisten.

Thomas M. Kläusli, Chief Marketing Officer und Mediensprecher von AVA-CO2, erläutert die Vorteile des Verfahrens: „Allein in Deutschland fallen jährlich rund zwei Mio. Tonnen Klärschlammtrockensubstanz aus kommunalen Kläranlagen an, die kostenpflichtig entsorgt werden müssen. Unser Verfahren der Hydrothermalen Carbonisierung kann diese Biomasse energetisch und stofflich sinnvoll nutzbar machen. Mit AVA cleanphos haben wir auf Basis der HTC außerdem ein effizientes Verfahren zur viel diskutierten und von der Bundesregierung gewünschten Phosphor-Rückgewinnung entwickelt.“

Als Pionier der Hydrothermalen Carbonisierung konnte AVA-CO2 Interessenten aus aller Welt für seine innovativen Lösungsansätze begeistern. Das Modell einer HTC-Anlage war ein besonderer Eye-Catcher.

 

Über die Hydrothermale Carbonisierung (HTC)

Während der Hydrothermalen Carbonisierung finden eine chemische und eine physikalische Dehydratation der Biomasse statt. Die chemische Dehydratation erfolgt mit der Abspaltung von Wassermolekülen aus Hydroxylgruppen, während die physikalische Dehydratation durch die tiefere Viskosität des Wassers, die Zersetzung von Kolloiden und die Abnahme von hydrophilen funktionellen Gruppen gefördert wird. Diese Phänomene führen zu einer einfacheren und verbesserten mechanischen Entwässerbarkeit der HTC-Kohle im Vergleich zu Klärschlamm oder anderen Biomassen. Dabei erreicht die AVA-CO2 Technologie dank der hydrophoben Natur der HTC-Kohle Entwässerungswerte von über 70% – ohne Einsatz von Polymeren oder anderen Zuschlagstoffen. Durch die Zerstörung der Zellstrukturen der Biomasse ist Restwasser zudem nur noch in Form von Oberflächenwasser vorhanden, was eine einfache und kostengünstige Nachtrocknung erlaubt. Ein unschlagbarer Vorteil.

Über die AVA-CO2 Schweiz AG

Das Biotechnologie Unternehmen AVA-CO2 bietet weltweit Lösungen für die nachhaltige Nutzung von Klärschlamm und anderen Biomassen. Als Pionier der Hydrothermalen Carbonisierung (HTC) plant, baut und betreibt AVA-CO2 im Auftrag seiner Kunden HTC-Anlagen, die Klärschlamm oder pflanzliche Reststoffe effizient und profitabel zu CO2-neutraler HTC-Kohle, Hochleistungs-Kohlenstoffen oder Plattform-Chemikalien verarbeiten. Mit AVA cleanphos bietet das Unternehmen auf Basis der HTC zudem einen innovativen und kostengünstigen Prozess zur Phosphor-Rückgewinnung. Das Unternehmen mit Sitz in Zug, Schweiz, und Tochtergesellschaften in Karlsruhe, Deutschland, und Muttenz, Schweiz, hat im Oktober 2010 die weltweit erste HTC-Anlage im industriellen Maßstab in Betrieb genommen. Das Tochterunternehmen AVA Biochem stellt auf Basis der HTC-Technologie die Plattform-Chemikalie 5-HMF her.

Source: Pressebox, Pressemitteilung, 2016-07-08.

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