12 April 2019

Auszeichnung des EDR-Projekts BioÖkonomie im Bereich des 3D-Drucks

Biobasierte & hierarchisch aufgebaute Strukturen im 3D-Druck

Das grenzübergreifende Projekt* “Bio-Ökonomie im Non-Food-Sektor” wurde im Rahmen des vom Land Bremen ausgelobten Wettbewerbs Bre3D-Award ausgezeichnet. Die von einer unabhängigen Jury prämierten Einreichungen wurden von Wirtschaftssenator Martin Günthner und Dr. André Walter, Standortleiter Airbus Bremen, Ende März d.J. in Bremen vorgestellt. Das Projekt BioÖkonomie* erhält mit dem Beitrag „Biobasierte & hierarchisch aufgebaute Strukturen im 3D-Druck“ den zweiten Preis in der Kategorie „Werkstoffe & Materialien“.

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V.l.n.r.: Hansjörg Wieland (3N e.V.), Milan Kelch (Fraunhofer Institut), Niels Kühn (Hochschule Bremen), Dr. Nina Graupner (Hochschule Bremen)

Die AG Biologische Werkstoffe von Professor Müssig am Bionik-Innovations-Centrum  an der HSB in Bremen nahm stellvertretend für das BioÖkonomie-Konsortium (3N-Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie, Werlte / NHL Stenden – Green PAC, University of Applied Sciences, Emmen, Niederlande / Linotech GmbH & Co.KG, Forst / HSB, Bremen) die Auszeichnung entgegen.

Professor Jörg Müssig freut es überaus, „dass wir biobasierte Werkstoffe mit bionischen Ansätzen im Bereich des 3D-Drucks an der HSB realisieren konnten und diese Entwicklungen nun auch durch einen Preis ausgezeichnet wurden.“ Niels Kühn aus der AG Biologische Werkstoffe von Professor Müssig ergänzt: „Dieser Erfolg ist der besonders guten Zusammenarbeit mit dem 3N-Kompetenzzentrum, der NHL Stenden in den Niederlanden und dem Unternehmen Linotech zu verdanken“.

Der eingereichte Beitrag verknüpft die Bereiche additive Fertigung und biobasierte Werkstoffe für das FDM-Verfahren mit  der Bionik.  In der prämierten Entwicklung wurden biologisch abbaubare thermoplastische 3D‐Druckdrähte mit Cotton- und Holzfasern hergestellt. Die Besonderheit dabei ist, dass Fasern mit hohem L/D-Verhältnis entlang des gesamten Prozesses von der Compoundierung, der Drahtextrusion bis zum eigentlichen 3D-Druck erhalten bleiben. Die thermoplastischen Drähte zeigen sehr überzeugende Verarbeitungseigenschaften: ausreichende Biegsamkeit, geringe Oberflächenrauigkeit, geringes „Warping“ sowie eine ansprechende Bauteiloberflächengüte. Darüber hinaus zeigen sie sogar bessere mechanische Eigenschaften als kommerzielle ABS- sowie  hochpreisige, kommerzielle Holz-3D-Druckdrähte. Zusätzlich ermöglicht die prämierte Entwicklung eine gezielte Faserorientierung zum Aufbau hierarchischer Strukturen im 3D-gedruckten Bauteil. Potentielle Anwendungen finden sich unter anderem in der Ersatzteilfertigung, dem Modellbau, der industriellen Kleinserienfertigung und kundenspezifischen Designobjekten.

Hansjörg Wieland vom 3N Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie in Werlte nahm mit dem Projektteam als Projektkoordinator den Preis in Bremen entgegen und kommentiert den Erfolgt mit den Worten: „Es freut uns sehr, dass die Synergien der unterschiedlichen Kompetenzen der beteiligten Partner im Bioökonomie-Projekt nicht nur hervorragend ergänzend waren, sondern die erzielten Ergebnisse zusätzlich durch eine unabhängige Jury mit diesem Preis bedacht werden.“

 

*Das grenzübergreifende Projekt “Bio-Ökonomie im Non-Food-Sektor” wird im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Kofinanziert wird es durch das Land Niedersachsen, das niederländische Wirtschaftsministerium und durch die niederländischen Provinzen Drenthe, Flevoland, Fryslân, Gelderland, Groningen, Noord-Brabant und Overijssel.

 

Kontakte

Niels Kühn
Hochschule Bremen, Fakultät 5, Bionik – AG Biologische Werkstoffe
Tel. 0421-5905- 6015
E-Mail: Niels.Kuehn@hs-bremen.de

Prof. Dr.-Ing. Jörg Müssig
Hochschule Bremen, Fakultät 5, Bionik – AG Biologische Werkstoffe
Tel. 0421-5905-2747
E-Mail: joerg.muessig@hs-bremen.de

Hansjörg Wieland
3N Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie, Werlte
Tel. 05951/9893-13
E-Mail: wieland@3-n.info

Source: 3N Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe, Pressemitteilung, 2019-03-05.

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