12 Juni 2003

Australien: EcoFibre fordert öffentliche Gelder für Hanfindustrie

Die Möglichkeit, die internationalen Märkte für non-wovens zu dominieren, wird nach Angaben von Philip Warner, dem Managing Director der Firma EcoFibre Industries Ltd. vermutlich an Australien vorbei gehen.
Die Hanffirma plane zur Zeit die zweite kommerzielle Hanfernte auf vier Versuchsflächen im Süden Queenslands. EcoFibre sei schon jetzt in der Lage, qualitativ hochwertige Fasern günstiger als irgendwo anders auf der Welt zu produzieren.

Herr Warner befürchtet jedoch, dass es in Zukunft andere Länder sein werden, die die Weltmärkte dominieren, weil die australische Regierung der jungen Hanfindustrie Fördergelder verweigere. EcoFibre sei einerseits zu klein, um Fördergelder in Höhe von Hunderten Millionen von Dollar zu kassieren, wie dies den großen Minengesellschaften gelinge. Andererseits sei man zu groß für diejenigen Förderprogramme, bei denen sich kleine Firmen Förderungen von bis zu 100.000 Dollar erhoffen können.

EcoFibre will 22 eigene Arbeitsplätze schaffen. Weitere ca. 140 Arbeitsplätze könnten indirekt im Dunstkreis der Firma entstehen. Warner beziffert den Investitionsbedarf auf ca. zwei bis drei Mio. Aus$ (ca. 560.000 bis 840.000 EUR). Damit bewege man sich in einer ungünstigen Mitte zwischen den existierenden Förderprogrammen.

(Vgl. Meldungen vom 2002-11-19 und 2002-10-08.)

Source: ABC News vom 2003-06-11.

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