6 Februar 2013

Auf dem Weg zu zertifiziertem nachhaltigem Kokosöl auf den Philippinen

Partnerschaft der GIZ, BASF und Cargill erreicht 2.500 Kleinbauern

Auf den Philippinen soll ein Programm die Nachhaltigkeit der Kokosölproduktion und die Lebensgrundlage von 2.500 Kleinbauern verbessern. Dazu arbeiten die Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, BASF und Cargill zusammen. Es wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aus dem Programm develoPPP.de mitfinanziert.

Das Projekt zur Entwicklung einer zertifizierten Kokosöl-Wertschöpfungskette richtet sich an Kleinbauern der südlichen Philippinen-Insel Mindanao. Deren Einkommen soll durch die Steigerung der Produktivität und der Kokosölqualität erhöht werden. Mit dem Programm soll auch der Sustainable Agricultural Network (SAN)-Standard eingeführt werden. Er ist Grundlage für die Zertrifizierung durch die Rainforest Alliance.

Die Bauern haben bereits mit landwirtschaftlichen Trainingskursen begonnen. Außerdem erhalten sie neu entwickelte Trocknungsöfen, um die Qualität des Kokosnussfleisches und dem daraus gewonnenen Kokosöl zu verbessern. Das Programm erleichtert zusätzlich den Zugang zum staatlichen Krankenversicherungsprogramm: Schon 2.500 Kleinbauern haben sich mit einer reduzierten Aufnahmegebühr angemeldet. So werden schätzungsweise 12.500 bis 15.000 Philippiner erstmals eine Gesundheitsversorgung erhalten.

“Dieses Projekt verbindet die Stärken von öffentlichen und privaten Partnern und baut auf 40 Jahre Erfahrung der GIZ auf den Philippinen auf”, sagte Wolfgang Moellers, der zuständige GIZ-Experte. “Die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Kokosbauern wird zahlreiche Vorteile für Familien und Gemeinschaften haben, die von dieser Nutzpflanze leben.”

“Die Kokosnuss-Produktion spielt eine entscheidende Rolle in der philippinischen Wirtschaft, besonders im Süden Mindanaos”, so Efren Barlisan, General Manager von Cargills Getreide- und Ölsaatengeschäft auf den Philippinen. “Das Projekt wird dazu beitragen, die Lebensbedingungen von tausenden Kleinbauern der Region zu verbessern.”

“Wir sind stolz darauf, wie sich das Programm entwickelt. Mehr Nachhaltigkeit in den Wertschöpfungsketten durch Kriterien und Zertifizierung ist für unser Home und Personal Care-Geschäft ein wichtiger Teil unseres Corporate Social Responsibility-Engagements”, erläuterte Harald Sauthoff, Vice President Global Procurement Natural Oils and Oleochemicals bei BASF.

Das Vorhaben kooperiert mit lokalen Organisationen. Sie unterstützen den Wissensaustausch und leisten Hilfe zur Selbsthilfe für Landwirte und Kooperativen. Kokosnussbäume werden auf den Philippinen auf 3,5 Millionen Hektar angebaut – das entspricht etwa 25 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes. Mit einer Produktion von mehr als 15 Milliarden Kokosnüssen pro Jahr gehören die Philippinen zu den weltweit führenden Produzenten. Kokosprodukte erlösten beim Export 2011 etwa zwei Milliarden US-Dollar. Kokosöl wird hauptsächlich als Inhaltsstoff in Lebensmitteln verwendet, Kokosölderivate finden sich in Kosmetika und Hausreinigern. Schätzungen der Philippine Coconut Authority zufolge gibt es über drei Millionen Kokosbauern, etwa 25 Millionen Menschen arbeiten auf den Philippinen in Kokos verarbeitenden Betrieben.

Source: Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Pressemitteilung, 2013-02-06.

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