14 Dezember 2005

Auch Baden-Württemberg fördert Nutzung von Bioenergie

“Die Förderung der Bioenergienutzung ist ein wichtiger Beitrag zur sicheren Energieversorgung und zum Klimaschutz. Es werden aber auch umfangreiche Investitionen in der Land- und Forstwirtschaft, bei Kommunen und im Gewerbe ausgelöst und wichtige Impulse zur wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere im Ländlichen Raum, gesetzt”, sagte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk (MdL), am 13. Dezember in Stuttgart.

In den letzten zwei Jahren hat das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum mehr als 810 Vorhaben im Bereich der energetischen Nutzung von Biomasse gefördert, bei der Produktion von Wärme und Strom realisiert werden, betonte Hauk.

Mit einem Fördermitteleinsatz von 13 Mio. Euro sei ein Investitionsvolumen von etwa 80 Mio. Euro ausgelöst worden. Die Hälfte der Investitionen gingen in den Bereich Biogas.

Das Ministerium förderte 42 Holzheizwerke mit mehr als 22 MW thermischer Leistung. Von entscheidender Bedeutung für eine wirtschaftliche Nutzung der Wärme seien leistungsfähige Nahwärmenetze, mit denen die Wärme verteilt wird, so der Minister.

Bei der Errichtung der Holzheizwerke seien Wärmenetze mit einer Länge von 13 km gebaut und für die gesamten Investitionen mehr als 22 Mio. Euro aufgebracht worden. “Besonders für die landwirtschaftlichen Betriebe spielt die dezentrale Nutzung von fester Biomasse als Brennstoff, in der Regel Holz, eine wichtige Rolle”, betonte Hauk. In den letzten beiden Jahren wurde die Installation von 670 Anlagen zur Nutzung fester Biomasse in landwirtschaftlichen Betrieben gefördert.

Als Grundlage für die energetische Nutzung des Biomassepotenzials bezeichnete Minister Hauk auch den gezielten Anbau von Energiepflanzen. “Im Jahr 2005 wurden mindestens 15.000 ha landwirtschaftliche Flächen für die Bereitstellung von Biomasse für die Biogasproduktion genutzt”, erklärte Hauk.

Source: Holz-Zentralblatt vom 2005-12-13.

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