22 April 2005

Arneburg: Zellstoffwerk Stendal zieht Investoren an

Baustart für Papierwerk in der Altmark

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat in Arneburg in der Altmark der Bau eines Hygienepapier-Werks begonnen. Die Delipapier GmbH investiert rund 100 Millionen Euro und will die Produktion mit einer Jahreskapazität von 60.000 Tonnen Ende 2006 starten. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums entstehen 220 neue Arbeitsplätze.

Delipapier wird seinen Zellstoff für die Produktion von Taschentüchern, Servietten, Toiletten- und Küchenpapier größtenteils von der benachbarten Zellstoffwerk Stendal GmbH beziehen. Delipapier selbst gehört der italienischen Sofidel-Gruppe, die zu den größten Papierherstellern Europas zählt. Für Sofidel ist die Investition in Sachsen-Anhalt die erste deutsche Anlage. Derzeit hat sie Betriebe in Italien, Frankreich, Polen und Wales und nach eigenen Angaben einen jährlichen von Umsatz von 550 Millionen Euro und mehr als 1.800 Mitarbeiter.

Gewerbepark wächst

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Horst Rehberger (FDP) lobte die Ansiedlung. Sie zeige, dass das Zellstoffwerk Investoren anziehe. “Ich bin mir sicher, dass dies nicht die letzte Ansiedlung im Gewerbepark Arneburg sein wird.” Neben den Fördermitteln hätten die logistischen Vorteile in Arneburg den Ausschlag für die Entscheidung von Sofidel gegeben.

Das zuvor auf dem Gelände des zu DDR-Zeiten geplanten Kernkraftwerks gebaute Zellstoffwerk bei Arneburg war im Herbst 2004 von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) feierlich eröffnet worden. Zunächst entstanden dort 580 Arbeitsplätze, weitere 1.000 stellte das Unternehmen in Aussicht. Mit einem Volumen von einer Milliarde Euro ist das Zellstoffwerk eines der größten Investitionsprojekte im Osten Deutschlands.

(Vgl. Meldung vom 2004-07-05.)

Source: mdr-Nachrichten vom 2005-04-20.

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