16 Januar 2014

Antrag für ZIM-Kooperationsnetzwerk „BioPlastik“ erfolgreich

Ziel: Erschließung der Potentiale innovativer, abbaubarer Biopolymere

Der von der Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH) eingereichte Antrag für das Kooperationsnetzwerk “BioPlastik” wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) bewilligt. Die Förderung erfolgt innerhalb des Programms “Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand” (ZIM). Das interdisziplinär zusammengesetzte Kooperationsnetzwerk will den Marktanteil von biobasierten Polymeren deutlich verstärken. Der Fokus der bislang 20 Partner sind technische Projekte zur Entwicklung von innovativen und gleichzeitig preisgünstigen Biopolymeren. Diese sollen in Massenprodukten wie Verpackungen zum Einsatz kommen. Dabei müssen die Biopolymer-Materialien gleiche oder sogar bessere Eigenschaften aufweisen als konventionelle petrochemische Kunststoffe. Zudem werden an die Herstellung der Biopolymere und die Materialien selbst strenge Nachhaltigkeitskriterien gestellt.

Die IBB Netzwerk GmbH wurde von den beteiligten Partnern für das Netzwerkmanagement beauftragt. Ihre Aufgabe besteht darin, das Netzwerk auszubauen, die Netzwerkinteraktionen zu fördern sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit zu konzipieren. Darüber hinaus wird die IBB Netzwerk GmbH die Öffentlichkeit informieren und Konzepte erarbeiten, um den Markteintritt zu erleichtern. Dafür erhält sie für zunächst ein Jahr insgesamt rund 150.000 Euro vom BMWE und den Netzwerkpartnern. Nach erfolgreichem Abschluss ist eine weitere Förderung über zwei bis drei Jahre möglich.

Damit wird die IBB Netzwerk GmbH auf einem Gebiet mit größter Umweltrelevanz tätig: Lebensmittelverpackungen, Tragetaschen, Spielzeug oder Funktionskleidung aus petrochemischen Kunststoffen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ihre Langlebigkeit wird allerdings zum Problem, denn sie werden in der Natur nur sehr schlecht abgebaut. Aus diesem Grund reichert sich umweltschädlicher Kunststoffmüll immer mehr an, deutlich sichtbar etwa in den Meeren. “Um diese Umweltverschmutzung zu vermindern, will sich das Kooperationsnetzwerk ‘BioPlastik’ auf biobasierte, abbaubare Polymere konzentrieren und diese an die jeweils anwendungstechnisch gewünschten Anforderungen anpassen”, erläutert Prof. Haralabos Zorbas, Geschäftsführer der IBB Netzwerk GmbH. Aufgrund ihrer Eigenschaften ist das Marktpotential für biobasierte Polymere enorm. Dieses Potential soll im Kooperationsnetzwerk künftig erschlossen werden.

Über das ZIM-Kooperationsnetzwerk “BioPlastik”
Das Netzwerk umfasst derzeit 20 Partner: 2mag AG, ANiMOX GmbH, Baerlocher GmbH, Arbeitsgruppe Chemische Funktionen in Biosystemen, BARTLING GmbH & Co. KG, Beucke & Söhne GmbH & Co. KG, Bionatic GmbH & Co. KG, Fritzmeier Umwelttechnik GmbH, Gaplast GmbH, HPX Polymers GmbH, ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH, jura-plast GmbH, jura-tech GmbH, provenion GmbH, Rampf Ecosystems GmbH & Co. KG, Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Technische Universität München – Lehrstuhl für Chemie Biogener Rohstoffe, UnaveraChemLab GmbH, Walter Rau Lebensmittelwerke GmbH & Co. KG und Westfälische Wilhelms-Universität Münster – Institut für Molekulare Mikrobiologie und Biotechnologie.
Die IBB Netzwerk GmbH betreibt das Netzwerkmanagement, wird das Netzwerk künftig weiter ausbauen und die Partner bei der Ausarbeitung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten unterstützen. Die Förderung läuft zunächst von Januar bis Dezember 2014. Zwei bis drei weitere Jahre sind im Anschluss möglich.

Source: IBB Netzwerk GmbH, Pressemitteilung, 2014-01-13.

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