19 September 2017

Angemessene Richtwerte für THC (Tetrahydrocannabinol) in Lebensmitteln

Grundsatzpapier der European Industrial Hemp Association (EIHA)

Mit Veröffentlichung dieses einzigartigen Grundsatzpapiers benennt die European Industrial Hemp Association (EIHA) angemessene THC-Richtwerte für die Lebensmittelbranche. Es ist Ergebnis einer einjährigen Studie unter Beteiligung mehrerer internationaler Wissenschaftler und ausgewiesener Experten ihres Fachs. Die wissenschaftlich fundierten neuen THC-Richtwerte schützen die Verbraucher vor unerwünschten Nebenwirkungen ohne gleichzeitig den Markt für Hanfprodukte unnötig zu kompromittieren.

Die vorgeschlagenen THC-Richtwerte befinden sich im Einklang mit den Richtlinien in Kanada, den USA, der Schweiz sowie von Australien und Neuseeland. Im Vergleich dazu sind die deutschen Richtwerte aus dem Jahr 1999 viel zu rigoros und dazu auch wissenschaftlich überholt. Nichtsdestotrotz kommen sie dennoch in verschiedenen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zur Anwendung.

Diese von der European Industrial Hemp Association (EIHA) finanzierte kostenintensive einjährige Studie wurde aufgrund der ungünstigen Rahmenbedingungen in der Europäischen Union erforderlich: ein wahrer Flickenteppich an nationalen Vorschriften verzögert weitere Investitionen sowie das Wachstum der gesamten Branche in Europa bzw. gefährdet sie sogar in Gänze. Der Markt für Lebensmittel aus Hanf ist in den letzten Jahren mit beträchtlicher Geschwindigkeit gewachsen und hat in Europa nun ein Volumen von 40 Millionen Euro und weltweit von 200 Millionen Euro erreicht.

Angemessene Richtlinien und insbesondere harmonisierte THC-Richtwerte sind entscheidend für die weitere Entwicklung der heimischen Hanflebensmittelbranche sowie den Zugriff auf die ernährungsphysiologisch hochwertigen Hanfnüsse mit ihrer großen Bandbreite an Fettsäuren (einschließlich der gesunden Alpha- und Gamma-Linolensäuren) und leichtverdaulichen Proteinen.

Die EIHA ersucht die Europäische Kommission daher, eine Arbeitsgruppe in der GD Gesundheit einzurichten, um auf Grundlage des EIHA Vorschlages und zur Überwindung des momentan bestehenden Flickenteppichs an nationalen Regelungen harmonisierte Richtlinien für THC in Hanflebensmitteln zu erarbeiten. Diese harmonisierte Gesetzgebung sollte dann in allen Mitgliedsstaaten Anwendung finden. Damit könnte sowohl der Verbraucherschutz als auch das weitere Wachstum der Hanflebensmittelbranche sichergestellt werden; darüber hinaus könnten so auch direkte und indirekte Investitionen in Europa attraktiv gemacht und neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Der elfseitige Bericht enthält in ihrem Detaillierungsgrad einzigartige Hintergrundinformationen – ausschließlich auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse – zu allen Themen rund um THC in Lebensmitteln. Der Bericht steht unter www.eiha.org zum kostenlosen Download bereit.

Source: European Industrial Hemp Association (EIHA), Pressemitteilung, 2017-09-18.

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