1 Juni 2005

Altfahrzeugverwertung: SiCon-Verfahren leistet Vorschub für den Einsatz von NR im Automobilbau

In Belgien geht die erste Ausbaustufe der Volkswagen SiCon-Anlage in Betrieb

Wolfsburg-Hilchenbach-Antwerpen, 13. Mai 2005 – Basierend auf dem Volkswagen SiCon-Verfahren nimmt das Unternehmen Belgian Scrap Terminal NV im belgischen Kallo, einem Tiefseehafen nördlich von Antwerpen, die erste Ausbaustufe einer Shredderrückstandsaufbereitung in Betrieb. Diese hat eine Kapazität von 8.000 Tonnen pro Jahr und wird sukzessive erweitert. Neben der Durchsatzerhöhung sind auch technologische Aufrüstungen geplant.

Das von der Volkswagen AG, Wolfsburg und der SiCon GmbH, Hilchenbach bei Siegen, gemeinsam entwickelte Verfahren ist das erste industriell abgesicherte mechanische Aufbereitungsverfahren, mit dem eine weitestgehende Verwertung von Shredderrückständen sichergestellt werden kann. 

Dieser Ansatz, der seit 1999 gemeinsam von der Volkswagen AG und der SiCon GmbH entwickelt wurde, erlaubt sowohl eine ökologische Verwertung von Altfahrzeugen, als auch von anderen Stoffströmen wie Elektroschrotten unter wirtschaftlichen Bedingungen. So wird eine optimale Nutzung von Rohstoff-Ressourcen aus Abfällen in Europa ermöglicht.

Belgian Scrap Terminal NV gehört zu den führenden europäischen Schrottaufbereitern. Über eine Million Tonnen Stahlschrott pro Jahr werden derzeit an zwei Standorten mit einem leistungsfähigen und sehr modernen Maschinenpark aufbereitet und vermarktet. Ein dritter Standort bei Lüttich befindet sich im Bau.

Die neue Anlage baut auf der von der SiCon GmbH seit über sechs Jahren betriebenen Versuchsanlage in Antwerpen/Willebroek auf. Während dieser Zeit wurde die Verfahrenstechnik für die industrielle Umsetzung erprobt und verschiedene Verwertungswege gesichert.

Weitere Anlagen nach dem Volkswagen SiCon-Verfahren sind in verschiedenen europäischen Ländern in Planung.

Die Internetseite www.mobilitaet-und-nachhaltigkeit.de bietet weitere aktuelle Informationen und die Möglichkeit zum Dialog.

(Vgl. Meldung vom 2003-11-21: … “Bei Nutzung von Verfahren zur rohstofflichen Verwertung (Recycling) der Schredderleichtfraktion – wie gegenwärtig des … geplanten VW-Sicon-Verfahrens werden die geltenden Verwertungs- und Recyclingquoten für 2006 bzw. 2015 … nicht zur Behinderung des Leichtbaus und auch nicht zu Schwierigkeiten beim Einsatz nachwachsender Rohstoffe (NWR) im Automobilbau führen. Im Gegenteil können Bauteile aus nachwachsenden Rohstoffen bei den o.g. Verfahren sogar Vorteile gegenüber konventionellen Bauteilen aufweisen, da NWR hierbei rückstandslos verwertet werden können.”.)

Source: Volkswagen Media Services vom 2005-05-13.

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