16 April 2001

Alte Bioöle wieder aufbereiten

Bioöle bilden zunehmend die ökologische Alternative für Schmier- und Hydraulikfette in Industrie, Land- und Forstwirtschaft. Bisher wurden diese Rohstoffe mangels alternativer Verfahren nach Gebrauch verbrannt. Dank dem Erfolg des Forscherteams des Instituts für Energie- und Verfahrenstechnik (IEV) der Hochschule Bremerhaven und der Bremer Sonderabfall-Beratungsgesellschaft (BSBG) wird diese Entsorgung bald Geschichte, denn künftig können die durch Verunreinigungen, Schwermetallabrieb und Wasser unbrauchbar gewordenen Öle in einem geschlossenen Kreislauf aufbereitet und bis zu 95 Prozent wieder zurückgewonnen werden.

Die Methode funktioniert als extraktives Verfahren, bei dem ein Lösungsmittelzusatz zunächst mit dem Altöl vermischt wird. Anschließend wird alles erhitzt und die abkühlende Masse mittels Schwerkraftabschneider in zwei Phasen geteilt, deren obere nach einer Bleiche dann ein wiederverwertbares Öl ist. Das verdampfte Lösemittel kann nach entsprechender Aufbereitung ebenfalls fast vollständig in den Kreislauf zurückgeführt werden. Das Endprodukt liefert dann die Basis für die Herstellung neuer Hydrauliköle. Wie sich diese effektiv unter Betriebsbedingungen verhalten, bleibt letztlich noch abzuwarten.

In einer kleineren Test-Recyclinganlage testet das IEV gemeinsam mit der BSBG schon erfolgreich die Aufbereitung des Bio-Altöls im Hinblick auf industrielle Maßstäbe. Laut Meldung der “Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.” (FNR), die das Projekt fördert, ist das einzigartige Verfahren von seinen Entwicklern bereits zum Patent angemeldet worden und verspricht auch ökonomische Rentabilität in Bezug auf künftigen Industrierecycling-Betrieb.

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Hofplatz 1
18276 Gülzow
Tel.: 03843/69 30-0
Telefax: 03843/69 30-102
e-Mail: [email protected]
Internet: http://www.fnr.de

Autorin: Marion Kupfer (nova)
Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: Pressemitteilung 203 der FNR vom 16.04.01.

Source: Pressemitteilung 203 der FNR vom 16.04.01.

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