2 Mai 2011

Alltagstest für Bio-Mülltüten

Pilotprojekt von BASF und Landkreis Bad Dürkheim testet Tauglichkeit bei Gebrauch und Entsorgung

Der Chemiekonzern BASF testet seit dem 6. April 2011 zusammen mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Bad Dürkheim neu entwickelte Mülltüten für Bioabfälle.

Der Biokunststoff, aus dem die Versuchs-Tüten hergestellt werden, besteht zu mehr als 50 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen und ist laut Hersteller bei der Kompostierung vollständig biologisch abbaubar. Drei Monate lang wird beobachtet, ob die Mülltüten im alltäglichen Gebrauch für die Entsorgung von Bioabfall geeignet sind. Gleichzeitig will der Test herausfinden, wie sich die Tüten verhalten, wenn sie in großen Mengen in dem Kompostierwerk der Abfallbetriebe des Landkreises zusammen mit anderen biologischen Abfällen verrotten sollen. Dies wird wie bei normalem Bioabfall mit Hilfe von Mikroorganismen funktionieren, die das Material zu Kohlendioxid, Wasser und Biomasse umsetzen. Die chemische Struktur der Biomülltüten macht das möglich. Auf dem heimischen Kompost sollten die Tüten allerdings nicht entsorgt werden, denn nur industrielle Kompostierungsanlagen bieten die notwendigen Bedingungen für einen schnellen und rückstandslosen Abbau der Mülltüten.

Zu Beginn des Pilotprojekts im Landkreis Bad Dürkheim erhält jeder der etwa 65.000 Haushalte zehn Gratisbeutel und das dazu gehörende Informationsmaterial. Die Bürger sind dazu aufgerufen, die Abfallbeutel zur Sammlung des Küchenabfalls zu verwenden und ihn samt Beutel in der Biotonne zu entsorgen. Der Test soll auch zeigen, wie die Tüten im Alltag der Landkreisbewohner ankommen. Verläuft das Pilotprojekt erfolgreich, sollen die Tüten dauerhaft im Landkreis Bad Dürkheim zugelassen und angeboten werden.

Source: natuerliche-verpackungen.de, 2011-05-02.

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