13 August 2002

Algen-Inhaltsstoffe als Antiseptikum entdeckt

Wundfolien erfolgreich bei Implantat-Infektionen einsetzbar?

Chemische Verbindungen in der Rotalge Delisea pulchra, so genannte Furanone, können die Zahl der Bakterien Staphylococcus epidermidis auf Kunststofffolien um bis zu 90 Prozent verringern sowie das Wachstum von Bakterien wie dem Stapholycoccus aureus und dem Methicillin resistenten Staphylococcus aureus (MRSA), die sich beide an metallenen Implantaten festsetzen, verhindern.

Dies fand nach einem Bericht des Wissenschaftsmagazins New Scientist eine Gruppe von Forschern am australischen Coperative Research Centre for Eye Research and Technology in Sydney um Jasjit Baveja heraus. Furanone töten die Bakterien zwar nicht ab, sie verhindern aber die Verbindung, die zur Bildung von gefürchteten Infektionen nach dem Einbringen von Implantaten führen. Nach Angaben des New Scientist hatte eine Studie des britischen National Health Service ergeben, dass 2001 über 12.000 Patienten in Spitälern in England und Wales an Staphylococcus aureus-Infektionen erkrankten, die Komplikationen erforderten häufig erneute Operationen.

Die ersten Versuche mit den Algenfolien wurden außerhalb des menschlichen Organismus geführt, innerhalb der kommenden fünf Jahre sollen weitere Versuche folgen.

Source: RP-Online vom 2002-06-03.

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