9 Oktober 2008

Alfred-Toepfer-Preis für Kurzumtriebsplantagen

Pflanzengenetikerin erhält den 25.000-€-Preis für Weidenzüchtungen

Die Pflanzengenetikerin Dr. Angela Karp forscht zu Bioenergie aus Weiden. Die schnell wachsende Baumart ist auch für ärmere Böden geeignet. So bietet die züchterisch verbesserte Weide eine sinnvolle Alternative sowohl zu fossilen Brennstoffen, als auch zur Energiegewinnung aus Nahrungsmittelpflanzen. Für ihre zukunftsweisenden Forschungsergebnisse wird die wissenschaftliche Direktorin des Zentrums für Bioenergie und Klimawandel am Rothamsted Research Institute in Harpenden, Großbritannien, im Oktober 2008 mit dem Alfred-Toepfer-Preis für Agrar, Forst und Naturschutz ausgezeichnet. Der Preis ist mit 25.000 € dotiert.

Durch ihre Kreuzungen von Weiden sind neue Zuchtlinien entstanden, die auf sogenannten Kurzumtriebsplantagen innerhalb von nur drei bis sechs Jahren zur ertragreichen Ernte herangezogen werden. Das Erntegut, so genannte Hackschnitzel, wird in speziellen Hackschnitzelheizungen verbrannt, so dass kaum Asche entsteht – und das alles klimaneutral, denn das bei der Verbrennung freigesetzte Kohlendioxid ist zuvor von den Pflanzen gebunden worden.

Angela Karp erkannte das Potenzial von Weiden als eine Quelle erneuerbarer Energie bereits in den 90er Jahren und war damit Vorreiterin für die Idee Energiepflanzen für die kommerzielle Nutzung zu produzieren. In einem systematischen Forschungsprogramm optimierte sie Weiden züchterisch so, dass diese Baumart heute als nachwachsender Rohstoff großflächig mit hohem Ertrag angebaut werden kann. Dabei beachtet Angela Karp bei ihren Forschungsarbeiten nicht nur den Ertrag an Biomasse, sondern auch die Auswirkungen der Züchtungen auf das gesamte Ökosystem.

Am 30.10.2008 findet die Preisverleihung im Rittersaal der Fielmann Akademie Schloss Plön statt.

Source: Alfred-Toepfer-Stiftung, 2008-09-19.

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